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100 Mio. Dollar für Infarm: jetzt wird expandiert free

Bereits in 200 Supermärkten und Restaurants finden sich Gewächsschränke von Infarm. Mit dem neuen Geld will das Start-up seine Marktposition nun ausbauen. (Foto: Infarm)

Das Berliner Start-up „Infarm“ vertreibt Schrank-große Gewächshäuser an Supermärkte und Restaurants. In einer dritten Finanzierungsrunde konnten die Gründer nun 100 Mio. Dollar einsammeln.

Das junge Unternehmen „Infarm“ generierte passend zu seinem 6. Geburtstag satte 100 Mio. US-Dollar. Das wurde am vergangenen Dienstag bekannt und von zahlreichen Medien aufgegriffen. Demnach ist der international tätige Risikokapitalgeber Atomico neu eingestiegen und direkt Hauptinvestor geworden. Mit der Summe von 100 Mio. US-Dollar gehört das Investment insgesamt zu den größten europäischen Finanzierungsrunden für junge AgTech-Unternehmen.

In den vergangenen Jahren sammelte Infarm in zwei Runden bereits rund 24 Mio. US-Dollar ein. Die aus diesen Runden bekannten Investoren Balderton Capital, Cherry Ventures, Astanor Ventures sowie Triplepoint Capital stockten ihre Anteile auf.

Pflanzenzucht voll automatisiert

In den futuristisch wirkenden Glasschränken von Infarm wachsen Kräuter und Gemüse direkt vor Ort in Supermärkten oder der Gastronomie. Die Technologie passt Temperatur, Licht und Nährstoffdichte der Pflanzen selbstständig an. Salat, Tomate & Co. werden regelmäßig geerntet und kommen direkt in den Verkauf. Wie das Handelsblatt berichtete, stehen aktuell 200 solcher Infarm-Geräte im LEH und Restaurants sowie 150 weitere bei Großhändlern. Infarm ist aktuell in Deutschland, Luxemburg, der Schweiz und Frankreich aktiv. So kooperiert das Start-up etwa mit Lebensmittelhändlern wie Edeka oder Metro, aber auch mit Amazon Fresh.

Infarm will wachsen

In naher Zukunft möchte Infarm nach Medienberichten mit seinen 250 Mitarbeitern auf der britischen Insel Fuß fassen und anschließend weiter in die USA sowie nach Japan expandieren. Nach eigenen Angaben vertreibt Infarm aktuell 50 neue Gewächsschränke pro Quartal. Diese Menge soll durch das neue Kapital auf 350 ausgedehnt werden.

Die Menschen in Europa haben einen immer höheren Anspruch an ihre Ernährung.

Osnat Michaeli, Mitgründerin Infarm

Gegenüber dem Handelsblatt stellten die Gründer von Infarm, Guy und Erez Galonska sowie Osnat Michaeli, ihr Ziel dar. Supermärkte sollen ihren Bedarf an Kräutern allein durch die Glasschränke decken können. „Die Menschen in Europa haben einen immer höheren Anspruch an ihre Ernährung“, erklärt Mitgründerin Osnat Michaeli ebenfalls im Gespräch mit dem Handelsblatt. „Die Qualität soll gut sein und die Herstellung möglichst nachhaltig bleiben. Dafür haben wir eine technische Lösung entwickelt.“ Über die Umsätze ihres Start-ups schweigt das Gründertrio bisher.

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