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11 Mio. Dollar für veganes Hundefutter Start-up free

Den Hund füttern wie einen Wolf, vegane Produkte oder doch hochwertiges Fleisch mit Gemüse? Die Hundefutterszene ist sich nicht einig darüber, was das richtige für des Menschen liebsten Vierbeiner ist. (Foto: pexels/ freestocks.org)

Das Start-up „Wild Earth“ stellt fleischloses Hundefutter her. In einer Finanzierungrunde konnte es nun 11 Mio. US-Dollar einsammeln. Geldgeber ist unter anderem ein veganer Investment Fonds.

Das amerikanische Start-up Wild Earth vertreibt fleischloses Hundefutter und will im Herbst 2019 veganes proteinreiches Trockenfutter auf den Markt bringen. Diesem Ziel ist es nun einen Schritt nähergekommen. Kürzlich vermeldete das Team aus dem kalifornischen Berkely eine erfolgreiche Finanzierungsrunde von über 11 Mio. US-Dollar. Das berichtete das Venture Capital Magazin.

Demnach ist der auf vegane Produkte ausgelegte Investment Fonds „VegInvest“ als Hauptinvestor aktiv. Bekannt ist der Fonds auch für seine Beteiligung an „Mosa Meat“ aus den Niederlanden, die In-vitro-Fleisch bis 2021 in den Handel bringen möchten. Auch das Fischersatz-Start-up „Good Catch“ findet sich im Fonds-Portfolio.

Koji anstatt Fleisch

Die Produkte basieren auf einem Schimmelpilz aus der asiatischen Küche, dem Koji. Er ist eine wichtige Zutat für Sojasauce, Sake oder Miso. Der Pilz ist reich an Proteinen und enthält alle zehn essenziellen Aminosäuren.

Wild Earth erweitert aktuell sein Produktportfolio. Bis 2050 will das Unternehmen mehr als eine Milliarde Haustiere ernähren. Nach eigenen Angaben signalisieren 35 % der Hundebesitzer eine Bereitschaft, ihr Tier auf vegane Fütterung umzustellen, um die Klimabelastung zu reduzieren.

Was macht die Konkurrenz?

Auch das Berliner Start-up „Pets Deli“ arbeitet an einem Geschäftsmodell rund um Hundefutter. Es verzichtet auf tierische Nebenerzeugnisse wie Schlachtabfälle. Pets Deli setzt dafür nach eigenen Angaben auf hochwertigere Fleisch- und Gemüseprodukte.

Wieder anders agiert das Unternehmen „Feed&Meat“ aus Niedersachsen. Es verarbeitet gerade frische Schlachtabfälle zu Hundefutter. Es besteht aus rohem Fleisch und Gemüse. Das Fütterungskonzept bezeichnet die Szene als Barfen. So soll der Haushund das fressen, was auch der Wolf schon bekommen hat.


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