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Hier tummeln sich Dinkel, Durum, Hafer, Ackerbohne, Erbse & Co. free

Wer Nischen-Kulturen wie Ackerbohnen anbaut, findet auf einer neuen Online-Übersicht nun Abnehmer. (Foto: Saaten-Union)

Erzeuger und Abnehmer von kleinen Nischenkulturen zusammenbringen – das will ein neues, kostenloses Online-Verzeichnis erreichen, das von einem Verbund von Pflanzenzüchtern ins Leben gerufen wurde. Food-Start-ups sind herzlich willkommen.

Wer „kleine Kulturen“ wie Dinkel, Durum, Hafer oder Soja anbaut, tut Gutes für seine Fruchtfolge, hat aber oft Probleme, Abnehmer für die Ernte zu finden. Ein neues Tool der „Saaten-Union“ soll das nun ändern. Der Verbund von sieben mittelständischen Pflanzenzüchtern hat eine „Abnehmerkarte“ online gestellt, in der Landwirte Vermarktungspartner für Eiweißpflanzen, Hafer, Dinkel, Durum & Co. im Umkreis von bis zu 200km finden können. Zum Start der Seite sind 213 Abnehmer eingetragen. Das Verzeichnis wird laufend aktualisiert. Weitere Abnehmer und Food-Start-ups sind eingeladen, sich eintragen zu lassen, wenn sie die Ernte von Landwirten in einer entsprechenden Größenordnung verarbeiten können.

Werden in einer Region mehrere Abnehmer gefunden, wird dies mit einer blauen und ab 10 Abnehmern mit einer gelben Markierung angezeigt.  (Foto: saaten-union)

So funktioniert das Verzeichnis

Nach Eingabe der eigenen Postleitzahl und des gewünschten Radius zeigt eine digitale Karte, wo Erzeuger regionale Absatzmöglichkeiten für definierte landwirtschaftliche Kulturarten finden. Das kostenlose Service-Angebot, das in Zusammenarbeit mit der Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (UFOP) und dem Demo-Netzwerk Erbse/Bohne entwickelt wurde, richtet sich derzeit an Landwirte, die die „kleinen Kulturen“ Dinkel, Durum, Hafer, Ackerbohne, Erbse und Soja anbauen. Die Karte bietet eine schnelle und einfache Möglichkeit, potenzielle Handelspartner ausfindig zu machen und mit ihnen in Kontakt zu treten.

Doppelnutzen für Erzeuger und Handel

Der Anbau dieser Nischenkulturen bereichert die Fruchtfolge und trägt so zu der Erhaltung der Ertragsfähigkeit der Böden und zu der Minimierung des Produktionsrisikos bei. Das digitale Service-Angebot zur Verbesserung der (regionalen) Vermarktungsmöglichkeiten soll den Anbau der „kleinen Kulturen“ noch attraktiver machen und den Landwirten einen zusätzlichen Mehrwert bieten, so die Idee der Saaten-Union. Die Abnehmerkarte bietet dabei nicht nur für die Erzeuger eine neue Option: Auch Erzeugergemeinschaften oder Landhändler, die bereits in der Vermarktung der „kleinen Kulturen“ aktiv sind, können sich kostenfrei eintragen lassen.

Das Tool richtet sich an Landwirte, die die „kleinen Kulturen“ Dinkel, Durum, Hafer, Ackerbohne, Erbse und Soja anbauen.

Auszug

„Mit diesem neuen Service-Angebot stärken wir Erzeuger und Abnehmer – und damit auch die bisherigen Nischenkulturen selbst. Wir freuen uns, wenn von der Abnehmerkarte reger Gebrauch gemacht und der Adresspool stetig erweitert wird“, so Marcus Iken, Geschäftsführer der Saaten-Union.

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