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ag.supply sammelt Venture Capital aus Amerika

Sebastian Schauff (links) und Eric Schüßler von ag.supply erhalten frisches Kapital zum Ausbau ihres Online-Agrarhandels für Ersatzteile und Betriebsmittel. (Foto: ag.supply)

Der Agrar-Onlineshop "ag.supply" vermeldet eine erfolgreiche Finanzierungsrunde. Obwohl es Interessenten aus Deutschland gab, erhielt ein US-Investor den Zuschlag. f3 hat nachgefragt, was das mit dem deutschen AgTech-Ökosystem zu tun hat.

Die Gründer und Gesellschafter Eric Schüßler und Sebastian Schauff vermeldeten in dieser Woche eine erfolgreiche Series A-Finanzierungsrunde zum Ausbau ihres 2018 gegründeten Agrar-Onlineshops "ag.supply" aus Münster. Er bietet bereits über 3.000.000 Produkte aus den Bereichen Original- und Aftermarket-Ersatzteile für Landmaschinen, Saatgut, Tierzuchtbedarf und Pflanzenschutzmittel. Als Investor konnte das westfälische Start-up den US-amerikanischen Venture Capital Geber "Agritech Capital" gewinnen, der disruptive Innovationen im Agrar- und Food-Business fördert, berät und finanziert. f3 hat nachgefragt, warum Agritech Capital das Rennen gemacht hat. Und was das mit dem deutschen AgTech-Ökosystem zu tun hat.


Interview mit ag.supply

f3 - farm. food. future: Wieso habt ihr euch für den US-amerikanischen VC-Investor Agritech Capital entschieden? 

Sebastian Schauff: Es ist sehr wichtig, den passenden Investor zu finden. „Smart money“ war für uns nicht nur ein Buzzword. Unsere Investoren sind tief im ag.biz verwurzelt und weltweit unterwegs. Synergien und Know-how-Transfer mit anderen Investments von AgriTech Capital bieten uns einen enormen Mehrwert.

Aidan Connolly, Präsident von AgriTech Capital, ist nach 28 Jahren Erfahrung in 100 Ländern einfach einer der führenden Experten auf dem Gebiet. Er hat Regierungen bei der Planung von Agrar-Tech Innovations-Ökosystemen und weltweit führende Lebensmittelfirmen zu nachhaltigen Lieferketten beraten.

Im digitalen Agrarhandel tut sich derzeit viel. (Illustration: Helmer)

Infrastruktur ist nur ein Problem

f3 - farm. food. future: Wo gibt es im deutschen Start-up-Ökosystem noch Verbesserungspotential, was Unterstützung und vor allem Investitionen angeht?

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Der Agrar-Onlineshop „ag.supply“ vermeldet eine erfolgreiche Finanzierungsrunde. Obwohl es Interessenten aus Deutschland gab, erhielt ein US-Investor den Zuschlag. f3 hat nachgefragt, was das mit dem deutschen AgTech-Ökosystem zu tun hat.

Die Gründer und Gesellschafter Eric Schüßler und Sebastian Schauff vermeldeten in dieser Woche eine erfolgreiche Series A-Finanzierungsrunde zum Ausbau ihres 2018 gegründeten Agrar-Onlineshops „ag.supply“ aus Münster. Er bietet bereits über 3 Mio. Produkte aus den Bereichen Original- und Aftermarket-Ersatzteile für Landmaschinen, Saatgut, Tierzuchtbedarf und Pflanzenschutzmittel. Als Investor konnte das westfälische Start-up den US-amerikanischen Venture Capital Geber „Agritech Capital“ gewinnen, der disruptive Innovationen im Agrar- und Food-Business fördert, berät und finanziert. f3 hat nachgefragt, warum Agritech Capital das Rennen gemacht hat. Und was das mit dem deutschen AgTech-Ökosystem zu tun hat.


Interview mit ag.supply

f3 – farm. food. future: Wieso habt ihr euch für den US-amerikanischen VC-Investor Agritech Capital entschieden? 

Sebastian Schauff: Es ist sehr wichtig, den passenden Investor zu finden. „Smart money“ war für uns nicht nur ein Buzzword. Unsere Investoren sind tief im ag.biz verwurzelt und weltweit unterwegs. Synergien und Know-how-Transfer mit anderen Investments von AgriTech Capital bieten uns einen enormen Mehrwert.

Aidan Connolly, Präsident von AgriTech Capital, ist nach 28 Jahren Erfahrung in 100 Ländern einfach einer der führenden Experten auf dem Gebiet. Er hat Regierungen bei der Planung von Agrar-Tech Innovations-Ökosystemen und weltweit führende Lebensmittelfirmen zu nachhaltigen Lieferketten beraten.

Im digitalen Agrarhandel tut sich derzeit viel. (Illustration: Helmer)

Infrastruktur ist nur ein Problem

f3 – farm. food. future: Wo gibt es im deutschen Start-up-Ökosystem noch Verbesserungspotential, was Unterstützung und vor allem Investitionen angeht?

Sebastian Schauff: Das Ökosystem speziell für AgTech ist differenziert zu betrachten. Während Deutschland eine exzellente Förderlandschaft für technische Entwicklungen bietet, sieht es im Bereich „neue Geschäftsmodelle“ ganz anders aus. Natürlich gibt es ein paar Hype-Themen, wie vertical farming, die auch VC Investments erreichen. Ansonsten scheint AgTech eher langweilig zu sein im Vergleich zu Fintech & AI etc. Es wäre toll, wenn AgTech in Deutschland eine ähnliche Förderung wie in Frankreich oder China erfahren würde. Und zwar im ganzen Altersspektrum des Start-ups, von der Family & Friends Runde über Business Angels bis hin zur VC-Runde.

In der Landwirtschaft selbst ist Deutschland führend. Im AgTech Start-up Bereich sind wir kurz davor, abgehängt zu werden.

Sebastian Schauff

Aber auch die Infrastruktur ist ein großes Problem, gerade im ländlichen Raum. Wenn Basics wie die Internetverbindung nicht stimmen, ist das wirklich zum Verzweifeln. In der Landwirtschaft selbst ist Deutschland führend. Im AgTech Start-up Bereich sind wir kurz davor, abgehängt zu werden. Und das, obwohl die Szene gerade super aktiv ist und sehr viele sehr gute Ideen da sind.

Weitere Ziele

f3 – farm. food. future: Wozu verwendet ihr das neue Kapital?

Sebastian Schauff: Nachdem wir bislang selbst einen hohen Betrag investiert haben, wollen wir jetzt den deutschen Markt weiter und schneller ausbauen. Neben mehr Umsatz wollen wir auch das Produktsortiment weiter ausbauen. Besonders der Ausbau der Bereich Tierzuchtbedarf und Aftermarket Ersatzteile steht im Vordergrund.