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Agrar-Ideen ganz vorn dabei

Am Elevator Pitch Baden-Württemberg nahmen viele Ideen mit land- oder ernährungswirtschaftlichem Fokus teil. (Foto: flickr.com/Andreas Dantz)

Beim Start-up Elevator Pitch des Landes Baden-Württemberg waren gleich zwei landwirtschaftlich geprägte Ideen erfolgreich. Ihre Geschäftsmodelle haben hohe gesellschaftliche Relevanz.

Die Gewinnerinnen und Gewinner aus fünfzehn Vorentscheiden aus Baden-Württemberg stellten sich vergangene Woche im Finale des Start-up Elevator Pitch erneut der Herausforderung, eine Jury und rund 200 Zuschauer von ihrer Geschäftsidee zu überzeugen. Dass sich dabei unter den 15 Finalisten gleich mehrere Ideen aus der Agrar- und Lebensmittelindustrie finden, zeigt, wie viel sich gerade in dieser Branche tut. 

Preisträgerinnen und Preisträger

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Beim Start-up Elevator Pitch des Landes Baden-Württemberg waren gleich zwei landwirtschaftlich geprägte Ideen erfolgreich. Ihre Geschäftsmodelle haben hohe gesellschaftliche Relevanz.

Die Gewinnerinnen und Gewinner aus fünfzehn Vorentscheiden aus Baden-Württemberg stellten sich vergangene Woche im Finale des Start-up Elevator Pitch erneut der Herausforderung, eine Jury und rund 200 Zuschauer von ihrer Geschäftsidee zu überzeugen. Dass sich dabei unter den 15 Finalisten gleich mehrere Ideen aus der Agrar- und Lebensmittelindustrie finden, zeigt, wie viel sich gerade in dieser Branche tut. 

Preisträgerinnen und Preisträger

Ausverkauft: Trinkhalme aus Apfeltrester

Den ersten Preis (3.000 Euro) gewann die Geschäftsidee Wisefood GmbH / Essbarer Trinkhalm auf Fruchtbasis „Eatapple aus Langenbernsdorf bei Stuttgart. Das Team der Wisefood GmbH hat einen essbaren Trinkhalm auf Fruchtbasis konzipiert. Das Produkt bietet eine nachhaltige und ökologische Alternative zu den derzeit genutzten Plastik-Strohhalmen und kann Plastikmüll vermeiden. 

Der zweite Platz (2.000 Euro) ging an das Team apic.ai aus Karlsruhe. Bienen retten durch den Einsatz künstlicher Intelligenz ist das Ziel von apic.ai. Das Team entwickelte einen Apparat, der die Bienen bei Betreten und Verlassen ihrer Bienenstöcke visuell erfasst. Eine intelligente Software wertet die generierten Bilddaten aus. Mit Hilfe der Aggregation der Daten aus vielen Bienenstöcken können Implikationen von Maßnahmen aus der Landwirtschaft oder der Infrastrukturplanung sichtbar gemacht werden.

Platz drei (1.000 Euro) sicherte sich das Team OndoSense aus Freiburg. Optische Sensoren werden bei Dampf, Staub und starkem Streulicht unzuverlässig. OndoSense entwickelt daher vernetzungsfähige Radarsensoren für die industrielle Produktion. 

Weitere Ideen aus „farm and food“

Bienenvolk sucht Landwirt

Auch andere Start-ups, die durch den Gewinn vorangegangener Regionalwettbewerbe am Finale teilnehmen durften, traten mit land- und ernährungswirtschaftlich geprägten Geschäftsmodellen an:

  • Aus Offenburg stammt „VacuVenti“ von Gründerin Gabriele Lichtwer. Sie hat ein System zur Lagerung von Lebensmitteln und sensibler Waren entwickelt. Kaffeebohnen, Tee, Gewürze oder Kleidung sollen in einer Schutzatmosphäre verpackt werden, ohne den Einsatz von Chemikalien in der Verpackung.
  • Hans-Peter Schwarz aus Tübingen bringt schwäbische, handwerklich hergestellte Spirituosen in hippe Flaschen. Er setzt bei der Herstellung des „Schwarzstoffes“ auf lokale Erzeugnisse aus der umliegenden Umgebung.
  • Das Team von „Aquaeduct“ aus Mannheim arbeitet daran, die Feldbewässerung im ländlichen Uganda durch eine fahrradbetriebene Irrigationspumpe zu verbessern. Das Ziel des Projektes ist eine von der Regenzeit entkoppelte Ertragssteigerung für Subsistenzfarmer.  

BW-Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut gratulierte den Preisträgerinnen und Preisträgern des Landesfinales des Start-up Elevator-Pitchs und hob die Bedeutung von Existenzgründungen für den Standort Baden-Württemberg hervor. „Gründerinnen und Gründer schaffen Innovationen und leisten damit einen wichtigen Beitrag für die stetige Modernisierung unserer Wirtschaft.“