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Agrar-Plattformen und Food-Start-ups sammeln wieder Geld

"BartsParts" baut einen Online-Handel für landwirtschaftliche Ersatzteile auf. Jetzt beteiligt sich die Raiffeisen Waren GmbH. (Foto: Jed Owen)

Zwei Agrar-Plattformen und zwei Food-Start-ups dürfen sich trotz der Coronakrise über Investitionen und Förderungen freuen. Eine Zusammenfassung aktueller Finanzmeldungen im Agrifood-Bereich.

Corona zum Trotz sind in den vergangenen Wochen gleich mehrere Finanzierungsrunden im Agrar- und Food-Bereich über die Bühne gegangen. So beteiligte sich die Raiffeisen Waren GmbH (RW) an "BartsParts". Das Start-up aus den Niederlanden betreibt eine Online-Plattform für Händler, um Ersatzteile für Landmaschinen zu finden und zu verkaufen. Die Raiffeisen Waren GmbH erwarb nun 5,16% des jungen Unternehmens. Mario Soose, Vorsitzender der Geschäftsführung der RW begründet die Beteiligung so: „Wir verfügen über einen breiten und gut sortierten Bestand an Ersatzteilen, den wir aufgrund fortschreitender Entwicklung der Landtechnik teilweise nicht mehr benötigen. Dennoch gibt es eine große Anzahl an potenziellen Kunden mit älteren Maschinen, die diese Ersatzteile brauchen. Mit BartsParts können wir diesen nun vermarkten.“

Es gibt eine große Anzahl an potenziellen Kunden mit älteren Maschinen, die diese Ersatzteile brauchen.

Mario Soose

Noch ein Online-Händler

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Zwei Agrar-Plattformen und zwei Food-Start-ups dürfen sich trotz der Coronakrise über Investitionen und Förderungen freuen. Eine Zusammenfassung aktueller Finanzmeldungen im Agrifood-Bereich.

Corona zum Trotz sind in den vergangenen Wochen gleich mehrere Finanzierungsrunden im Agrar- und Food-Bereich über die Bühne gegangen. So beteiligte sich die Raiffeisen Waren GmbH (RW) an „BartsParts„. Das Start-up aus den Niederlanden betreibt eine Online-Plattform für Händler, um Ersatzteile für Landmaschinen zu finden und zu verkaufen. Die Raiffeisen Waren GmbH erwarb nun 5,16% des jungen Unternehmens. Mario Soose, Vorsitzender der Geschäftsführung der RW begründet die Beteiligung so: „Wir verfügen über einen breiten und gut sortierten Bestand an Ersatzteilen, den wir aufgrund fortschreitender Entwicklung der Landtechnik teilweise nicht mehr benötigen. Dennoch gibt es eine große Anzahl an potenziellen Kunden mit älteren Maschinen, die diese Ersatzteile brauchen. Mit BartsParts können wir diesen nun vermarkten.“

Es gibt eine große Anzahl an potenziellen Kunden mit älteren Maschinen, die diese Ersatzteile brauchen.

Mario Soose

Noch ein Online-Händler

Auch das Start-up „Farmitoo“ sammelte kürzlich eine Finanzierung in Höhe von 1,5 Mio. € von der öffentlichen Investitionsbank Bpifrance und verschiedenen anderen Business Angels ein. Das im Januar 2018 gegründete Start-up bietet in seinem europäischen Online-Shop eine breite Palette landwirtschaftlicher Geräte und Werkzeuge an. Mit einer Auswahl von rund 70.000 Produkten und der Möglichkeit, mehr als 250 Hersteller landwirtschaftlicher Werkzeuge online zu vergleichen, möchte Farmitoo den Landwirten Preistransparenz und Zeitersparnis bringen. Das Geld soll für die Expansion in Frankreich sowie auf internationaler Ebene genutzt werden. Zusätzlich zu den drei bestehenden Ländern Frankreich, Deutschland und Italien wurde der Online-Shop dieses Jahr auch in Österreich und Belgien eröffnet.

Kapital für Food-Start-ups aus Deutschland und Österreich

Das Start-up „ChillChoc“ erhält eine Förderung von 200.000 € für seinen Anti-Stress-Kakao. Im Rahmen des Programms „Start-up BW Pre-Seed“ unterstützt das Land Baden-Württemberg mithilfe der landeseigenen L-Bank und Co-Investoren das junge Stuttgarter Unternehmen. Die Gelder werden für den Ausbau der Produktion und den Aufbau der Marke genutzt. „Viele innovative Geschäftsideen werden nie realisiert, weil vielen Gründerinnen und Gründern, insbesondere in der frühen Gründungsphase, die nötige Finanzierung fehlt“, erläutert Philipp Rottmann, Betreuer des Pre-Seed-Programms.

Das Wiener Unternehmen „Rebel Meat“ konnte bereits im Frühjahr eine Finanzierungsrunde abschließen. Das Food-Start-up brachte 2019 einen Burger-Patty auf den Markt, der zur Hälfte aus Fleisch und einer Mischung aus Pilzen und Hirse besteht. So soll weniger Fleisch bei gleichem Geschmack verzehrt werden. Für eine mittlere sechsstellige Summe gab das Team um die Gründer Philipp Stangl und Cornelia Habacher 20% der Anteile an Unternehmer und Impact Investor Jürgen Wahl und Unternehmmensbereater Stefan Höffinger ab. Auch die Nahrungsmittelergänzungs-Firma Biogena und Investor Hermann Futter stiegen bei Rebel Meat ein.