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„AgTech & New Food“- Sektor wächst mit am stärksten free

Der "Global Startup Ecosystem Report" zeigt, welche Start-up-Sektoren besonders stark wachsen und wo sich die wichtigsten Start-up-Hubs der Welt entwickeln. (Foto: pixabay)

Eine Studie zeigt, wie sich Start-up-Ökosysteme weltweit entwickeln. Der Sektor „AgTech & New Food“ wächst mit am stärksten. Der Hotspot der Start-up-Welt bleibt das Silicon Valley. Aber auch in Europa enstehen Zentren für junge Unternehmen aus dem Sektor.

Das Marktforschungsunternehmen Startup Genome veröffentlichte vergangene Woche den Global Startup Ecosystem Report 2019 (GSER). Die Analysten werteten tausende Daten von Gründern, Unternehmen und mehr als 300 Partnern weltweit aus. Ziel der Studie ist es, die globalen Start-up-Ökosysteme zu erfassen und zu analysieren. Auch das Wachstum und die Entwicklung bestimmter Sektoren in der Start-up-Branche wurde untersucht.

Digitale und vernetzte Land- und Lebensmittelwirtschaft

Zu den am stärksten wachsenden Sektoren gehört unter anderen auch der „AgTech & New Food“-Sektor. Der Begriff AgTech (Agricultural Technology) wird als Oberbegriff für alle technischen Innovationen verwendet, die die datengetriebene, vernetzte und digitale Landwirtschaft betreffen. Dazu zählen zum Beispiel Online-Handelsplattformen für Agrarprodukte, digitale Schlagkarteien oder neuartige Aquaponik-Systeme (eine genaue Einordnung gibt es hier).

Auch das Amsterdam-Delta, London, Irland und der Mittlere Osten entwickeln sich zu wichtigen Zentren für Start-ups aus dem „AgTech & New Food“-Sektor.

Global Startup Ecosystem Report 2019

Zu „New Food“ zählen neue Herstellungsweisen von Nahrungsmitteln wie im Labor gezüchtetes Fleisch. Auch Produkte aus Insekten und Algen werden als „New Food“ bezeichnet.

Zahl der Start-ups hat sich verdoppelt

Im „AgTech & New Food“-Sektor liegt das globale Wachstum bei 8,3 %. Das Investitionsvolumen in Unternehmen aus diesem Sektor stieg von 2013/2014 bis 2017/2018 um 209,1 % und die Anzahl der Start-ups in diesem Bereich hat sich von 2010/2011 bis 2017/2018 verdoppelt.

Neben „AgTech & New Food“ zählen auch „Advanced Manufacturing & Robotics“, „Blockchain“ und „AI, Big Data & Analytics“ zu den wachsenden Sektoren. (Grafik: GSER)

Vor allem zwei Start-ups machten mit Millionen-Investitionen Schlagzeilen: Das AgTech-Unternehmen „Indigo“ aus Boston erhielt 2018 eine 250-Millionen-Dollar-Finanzierung. 2017 investierte John Deere 305 Mio. Dollar in „Blue River Technology“. Das Unternehmen mit Sitz im Silicon Valley entwickelt Technologien und Anwendungen von Künstlicher Intelligenz (KI), die eine gezielte Behandlung von Einzelpflanzen ermöglichen.

Damit bleibt Nordamerika für junge AgTech-Unternehmen der Hotspot. Aber auch das Amsterdam-Delta, London, Irland und der Mittlere Osten entwickeln sich zu wichtigen Zentren für Start-ups aus dem „AgTech & New Food“-Sektor, wie der Report aufzeigt.

Die globalen Hotspots für junge Unternehmen

Zu den wichtigsten Ökosystemen für Start-ups aus dem KI-Bereich zählen Edmonton in Kanada, Houston in den USA, Helsinki in Finnland und Taipei in Taiwan. Kleine, aber dynamische Zentren für Gründer im Blockchain-Bereich entwickeln sich laut der Studie in Belgrad und Novi Sad in Serbien sowie im kanadischen Vancouver.

Weiterhin zählen aber das Silicon Valley, New York, London, Beijing und Boston zu den Top 5 der weltweiten Start-up-Hubs. Acht europäische Start-up-Ökosysteme befinden sich in den Top 30: London, Paris, Berlin, Stockholm, das Amsterdam-Delta, Lausanne-Bern-Genf, München und Barcelona. Paris stieg in diesem Jahr in die Top 10 auf.

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