Energie future News

Alles senkrecht.

Eine solche Solaranlage, die die Sonne von zwei Seiten auffängt und weniger Fläche verbraucht, entsteht im Saarland. (Foto: BeckerBredel)

Im Saarland entsteht Europas größte, "zweiseitige" Solaranlage. Dabei werden sogenannte bifaciale Module senkrecht aufgestellt. Das verspricht zwei Energiespitzen vormittags und abends. Außerdem reizvoll: die Flächeneinsparung. 

Auf einer Fläche von rund 10 Hektar entsteht Europas größter Solarpark mit bifacialen Solarmodulen. Das bedeutet, dass sie das einfallende Sonnenlicht von der Vorder- und der Rückseite aufnehmen können. Das Besondere: Die Module werden senkrecht ost-west-exponiert aufgeständert. Die Anlage mit 2 Megawatt peak entsteht in der saarländischen Gemeinde Eppelborn.

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Im Saarland entsteht Europas größte, „zweiseitige“ Solaranlage. Dabei werden sogenannte bifaciale Module senkrecht aufgestellt. Das verspricht zwei Energiespitzen vormittags und abends. Außerdem reizvoll: die Flächeneinsparung. 

Auf einer Fläche von rund 10 Hektar entsteht Europas größter Solarpark mit bifacialen Solarmodulen. Das bedeutet, dass sie das einfallende Sonnenlicht von der Vorder- und der Rückseite aufnehmen können. Das Besondere: Die Module werden senkrecht ost-west-exponiert aufgeständert. Die Anlage mit 2 Megawatt peak entsteht in der saarländischen Gemeinde Eppelborn.

Zwischen den Modulen können Kühe grasen

Das innovative Gestellsystem kommt vom Berliner StartUp Unternehmen Next2Sun GmbH. Die senkrechte Montage der beidseitig lichtempfindlichen Module lässt sie nahezu verschattungsfrei stehen. Außerdem füge die Ausrichtung der Modulseiten nach Osten und Westen der Energiewende ein völlig neues Erzeugungsprofil hinzu, so die Idee des Start-ups: Solarstrom mit Erzeugungsspitzen vormittags und abends.

Die Reihenzwischenräume sind 10m breit. (Foto: Next2Sun)

Neben dem netzdienlichen Stromerzeugungsprofil kann das Konzept nach Angaben der Projektpartner mit einem geringen Flächenverbrauch punkten. In den etwa 10 m breiten Reihenzwischenräumen seien Landwirtschaft oder Naturschutz mit solarer Stromproduktion  kombinierbar. Nach Angaben des Start-ups Next2Sun soll die Bewirtschaftung als Grünland an dem Standort in Eppelborn weiterhin wie gehabt erfolgen. Die Beweidung sei ebenso möglich, wie die Heuernte.

In zwei Bauabschnitten werden bis Ende September 2018 5.700 bifaciale n-type Module montiert und ca. 2.800 Profile gerammt. Auftraggeber und Betreiber ist die Ökostrom Saar Wind GmbH, eine 100% Tochter der Ökostrom Saar GmbH.

Doppelt ernten: Oben Strom, unten Gemüse free

Beteiligung ist möglich

„Das Echo aus der Branche und die Einschätzung des Potenzials des Aufständerungskonzeptes sind überaus vielversprechend“, sagt Geschäftsführer von Next2Sun, Heiko Hildebrandt. Daher werde in die weitere  Unternehmens- und Projektentwicklung investiert.

Zur Kapitalisierung soll auch  Bürgerkapital über Crowdinvesting eingeworben werden. Dabei handelt es sich um qualifizierte Nachrangdarlehen. Es wird ein Zins von 5 % über eine Laufzeit von 5 Jahren geboten. Die Zinszahlung erfolgt jährlich. Eine Beteiligung ist von 500,00 € bis 10.000 € möglich. Das Emissionsvolumen ist auf 500.000 € beschränkt.

Weitere Informationen zur Beteiligungsmöglichkeit sind unter www.beteiligungsportal.oekostrom-saar.de/next2sun abrufbar.