farm future

Anbauflächen der Zukunft

Zeichnung einer schwimmenden Farm
Auf dem schwimmenden Bauernhof sollen demnächst 40 Kühe leben. (Foto: Beladon)

Auf dem Wasser, dem Meeresgrund oder in der Luft: Ideen und erste Umsetzungen für die Erschließung neuer landwirtschaftlicher Nutzflächen gibt es weltweit. Welche Ansätze sich dauerhaft durchsetzen, bleibt fraglich.

Niederlande

„Floating Farm“ heißt der weltweit erste Milchviehbetrieb auf dem Wasser, der derzeit im Hafen von Rotterdam entsteht. 40 Kühe sollen nach Inbetriebnahme bis zu 800 l Milch am Tag liefern. Auf der 40 Quadratmeter großen, schwimmenden Fläche entsteht auf drei Ebenen eine High-Tech-Anlage, auf der oben das Futter angebaut und auf der mittleren Ebene die Kühe gehalten und gemolken werden sollen. Auf der unteren Ebene werden Milchprodukte hergestellt und verpackt. Betreiber des schwimmenden Bauernhofes ist der niederländische Immobilienentwickler Beladon. Unternehmer und Initiator der Floating Farm, Peter van Wingerden, möchte die Wasserflächen in Rotterdam sinnvoll nutzen und Lebensmittel nahe am Verbraucher produzieren.

Italien

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Auf dem Wasser, dem Meeresgrund oder in der Luft: Ideen und erste Umsetzungen für die Erschließung neuer landwirtschaftlicher Nutzflächen gibt es weltweit. Welche Ansätze sich dauerhaft durchsetzen, bleibt fraglich.

Niederlande

„Floating Farm“ heißt der weltweit erste Milchviehbetrieb auf dem Wasser, der derzeit im Hafen von Rotterdam entsteht. 40 Kühe sollen nach Inbetriebnahme bis zu 800 l Milch am Tag liefern. Auf der 40 Quadratmeter großen, schwimmenden Fläche entsteht auf drei Ebenen eine High-Tech-Anlage, auf der oben das Futter angebaut und auf der mittleren Ebene die Kühe gehalten und gemolken werden sollen. Auf der unteren Ebene werden Milchprodukte hergestellt und verpackt. Betreiber des schwimmenden Bauernhofes ist der niederländische Immobilienentwickler Beladon. Unternehmer und Initiator der Floating Farm, Peter van Wingerden, möchte die Wasserflächen in Rotterdam sinnvoll nutzen und Lebensmittel nahe am Verbraucher produzieren.

Italien

Basilikum, Tomaten, Erdbeeren und Oregano bauten Sergio Gamberini und sein Sohn Luca unter Wasser bereits an. „Nemo´s Garden“ tauften die beiden Taucher ihr Unterwasser-Gewächshaus im Badeort Noli in Ligurien. Sie befestigten sechs halbkugelförmige Plastikkuppeln mit Eisenketten auf dem Meeresboden und bauten in diesen Biosphären Gemüse und Kräuter an. Luft ist enthalten und Sonnenlicht dringt ebenfalls durch die transparenten Kuppeln hindurch. Die Sonnenstrahlen halten die Temperaturen unter Wasser auch im Winter konstant. Durch die Wärme kondensiert das Salzwasser im Inneren der Kuppel und wird zur Bewässerung der Pflanzen genutzt. Die Gamberinis wollen mit ihrem Garten zeigen, dass auch Flächen unter Wasser zum Anbauen genutzt werden können.

USA

Pflanzenzucht ohne Erde free

Dass Pflanzenanbau auch in der Luft möglich ist, zeigt das Unternehmen AeroFarms auf der bislang größten vertikalen Farm in Newark, New Jersey. Auf 6.300 Quadratmetern und in 35 Reihen bauen sie im Aeroponik-Verfahren nach eigenen Angaben mehr als 900.000 kg Salat im Jahr an. Bei der Aeroponik werden die Wurzeln der Pflanzen fixiert, sie hängen quasi in der Luft, und mit Wasser und Nährstoffen bedampft. Da keine schwere Erde für die Aufzucht nötig ist, werden die Pflanzen auf verschiedenen Ebenen vertikal angebaut. Bei AeroFarms nutzen sie 12 Stockwerke. Durch die automatisierte Bewässerung wird Wasser eingespart und auf die Zugabe von Pflanzenschutzmitteln verzichtet. Vor allem in städtischen Gebieten können durch den Anbau in die Höhe neue Anbauflächen erschlossen werden.

AeroFarms in New Jersey setzt auf Aeroponik und baut auf 12 Ebenen Salat an. (Foto: AeroFarms)