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Anuga Horizon 2050: Zukunftsfragen im Fokus free

Nicht nur die aktuellen Trends wurden auf der Anuga vorgestellt, sondern auch die Zukunft der Ernährung stärker in den Fokus gerückt. (Fotos: Koelnmesse/Harald Fleissner)

Knäckebrot aus Grillenmehl, Süßwaren aus Kichererbsen und neue Technologien: Auf der Anuga Horizon 2050 stellten Start-ups Produktneuheiten vor und diskutierten über die Zukunft der Food-Branche. Drei Gründerteams wurden für ihre Ideen ausgezeichnet.

Erstmals gab es auf der diesjährigen Anuga, der renommierten Fachmesse für Lebensmittel und Getränke, einen sogenannten „Boulevard of Inspiration“. Start-ups und Unternehmen stellten in der „Trend Zone“ Produktneuheiten vor und präsentierten ihre Ideen. Mit der Anuga Horizon 2050 gab es auf der Messe erstmals eine Plattform, die sich ausschließlich mit der ferneren Zukunft der Ernährung beschäftigte. Branchenexperten, Gründerteams und Pioniere tauschten sich fünf Tage lang über neue Technologien und Innovationen der Branche aus, stellten Lösungsansätze vor und diskutierten aktuelle Trends.

Die, das zeigten die ausstellenden Start-ups, liegen derzeit vor allem im Bereich der pflanzlichen Fleischersatzprodukte und der alternativen Proteinquellen. So stellten sie Burger-Patties, Würste und Garnelen auf Pflanzenbasis vor. Besucher konnten außerdem Knäckebrot aus Grillenmehl und Bio-Insekten-Bällchen probieren. Auch Produkte auf Basis von Hanfsamen wurden verkostet.

Drei Sonderschauen nahmen die Food-Zukunft in den Fokus: die Anuga Trend Zone, die Anuga taste Innovation Show sowie die Anuga Horizon 2050. (Fotos: Koelnmesse/Ludolf Dahmen/Harald Fleissner)

Cookies & Co. aus Kichererbsen

Am Sonntag wurden drei Start-ups mit dem „Food-Start-up-Award 2019“ der Lebensmittel Praxis ausgezeichnet. „Youpeas“ aus dem französischen Lille gewann den Preis in der Kategorie Food. Das Jungunternehmen stellt süße Snacks wie Cookies und Brownies auf Basis von Kichererbsen her und arbeitet ausschließlich mit pflanzlichen Rohstoffen. Den Award in der Kategorie Drinks erhielt das Start-up „Kōkōjoo“. Die Jury (siehe unten) entschied sich für den Bewerber, weil es die Trends „Fairer Handel“, „Gesundheit“ und „Nachhaltigkeit“ glaubhaft bediene. Durch die Nutzung des kompletten Rohstoffs für den Kakaobohnenschalenaufguss setzen die Berliner außerdem ein Signal gegen die Wegwerfgesellschaft.

Der dritte Award in der Kategorie Technlogy ging an „AirUp“ aus München. Das fünfköpfige Gründerteam entwickelte eine Wasserflasche, bei der ein Aufsatz für einen bestimmten Geruch sorgt und das „retronasale Riechen“ aktiviert. So bekommt das Wasser „Geschmack“ ohne Zusatz- und weitere Inhaltsstoffe zu nutzen.


Die Jury des Food-Start-up-Award 2019

  • Dirk Goerzen, Edeka-Kaufmann aus Koblenz
  • Guido Hörle, Rewe-Kaufmann aus Vallendar
  • Stefan Weiß, Geschäftsbereichsleiter Vertrieb Deutschland bei der Rewe Group
  • Fabio Ziemßen, Head of Business Innovation Food & Food Tech bei der Metro
  • Moritz Stahl und Tobias Dünnebacke, Lebensmittel Praxis

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