farm Invest

App „Plantix“ sammelt 6,6 Mio. Euro ein

Weltweit gehen bis zu 30 % der jährlich Ernten durch Pflanzenkrankheiten und Schädlinge verloren. Eine App soll mithilfe einer Bilderkennungssoftware Pflanzenkrankheiten automatisch erkennen und eine Behandlung vorschlagen. Foto: Peat

Mit dem Smartphone eine kranke Pflanze abfotografieren und eine Diagnose sowie Behandlungstipps erhalten. Dieses Konzept hat erneut Investoren überzeugt. Das Start-up "Peat" will nun weiter expandieren und die bereits riesige Datenplattform ausbauen.

Auch alte Hasen unter den Start-ups tauchen noch in den Meldungen über erfolgreich abgeschlossene Finanzierungsrunden auf. So geschehen in der vergangenen Woche auf dem Portal agfunder news. Demnach sammelte das 2015 gegründete Unternehmen "Peat" kürzlich 6,6 Mio. € in einer Series A-Finanzierung ein. Geldgeber sind der russische VC-Investor "RTP Global", der sich auf Tech-Start-ups spezialisiert hat, außerdem die bestehenden Investoren Atlantic Labs und Index Ventures sowie Piton Capital aus London.

Das Team von Peat mit ihrer App Plantix.
"Peat" wurde 2015 in Hannover gegründet. Heute ist der Unternehmenssitz in Berlin. (Foto: peat)

15 Mio. Bilder bereits im Pool vorhanden

Wurden die ersten Fotos noch in deutschen Schrebergärten aufgenommen, internationalisierte und skalierte sich das Geschäft schnell. Heute nutzen nach Angaben des Unternehmens allein in Indien bereits rund eine Million Farmer die App. "Wir haben die weltweit größte Datenbasis von Pflanzenkrankheiten aufgebaut", sagte Gründerin Simone Strey im Gespräch mit agfunder news. Demnach liegen bereits rund 15 Millionen Bilder vor. 50.000 Fotos kommen täglich hinzu.

Jetzt f3 Mitglied werden und direkt weiterlesen

Als f3-Mitglied erhälst du täglich Meldungen, Beiträge und Reportagen zu Innovationen und Start-ups aus den "grünen" Bereichen und wirst Teil des neuen Gründer-Netzwerks.

mehr Informationen bekommst du hier

Mit dem Smartphone eine kranke Pflanze abfotografieren und eine Diagnose sowie Behandlungstipps erhalten. Dieses Konzept hat erneut Investoren überzeugt. Das Start-up „Peat“ will nun weiter expandieren und die bereits riesige Datenplattform ausbauen.

Auch alte Hasen unter den Start-ups tauchen noch in den Meldungen über erfolgreich abgeschlossene Finanzierungsrunden auf. So geschehen in der vergangenen Woche auf dem Portal agfunder news. Demnach sammelte das 2015 gegründete Unternehmen „Peat“ kürzlich 6,6 Mio. € in einer Series A-Finanzierung ein. Geldgeber sind der russische VC-Investor „RTP Global„, der sich auf Tech-Start-ups spezialisiert hat, außerdem die bestehenden Investoren Atlantic Labs und Index Ventures sowie Piton Capital aus London.

Das Team von Peat mit ihrer App Plantix.
„Peat“ wurde 2015 in Hannover gegründet. Heute ist der Unternehmenssitz in Berlin. (Foto: peat)

15 Mio. Bilder bereits im Pool vorhanden

Wurden die ersten Fotos noch in deutschen Schrebergärten aufgenommen, internationalisierte und skalierte sich das Geschäft schnell. Heute nutzen nach Angaben des Unternehmens allein in Indien bereits rund eine Million Farmer die App. „Wir haben die weltweit größte Datenbasis von Pflanzenkrankheiten aufgebaut“, sagte Gründerin Simone Strey im Gespräch mit agfunder news. Demnach liegen bereits rund 15 Millionen Bilder vor. 50.000 Fotos kommen täglich hinzu.

Je mehr Bildmaterial in die App eingespeist wird, desto besser wird der Algorithmus. Mit der neuen Finanzspritze will das Start-up laut Bericht nun nach Vietnam und Indonesien expandieren. Das Kapital solle außerdem dazu genutzt werden, die auf künstlicher Intelligenz basierende Softwarelösung zu verbessern.

App kostenlos und unabhängig

Ziel sei es, durch Krankheiten verursachte Ernteverluste zu reduzieren. Nutzer laden die App kostenlos herunter und machen ein Foto von der kranken Pflanze. Im Anschluss erhalten sie eine Anzeige der am wahrscheinlichsten vorliegenden Krankheit, eines Nährstoffmangels oder Schädlingsbefalls. Außerdem erhalten sie Tipps zur Behandlung – sowohl konventionelle Mittel als auch traditionelle oder biologische. Weiß die App nicht weiter, helfen auf der angeschlossenen Plattform Experten und Berater weiter.

Farmer, Händler und Unternehmen vernetzen

Noch trägt sich das Unternehmen nicht selbst, wie Simone Strey im Interview mit der Wirtschaftswoche Gründer darlegte. Dort sprach sie davon, an einem Geschäftsmodell zu arbeiten, das „Farmer, Händler und Corporates miteinander vernetzt“. Auch Versicherungen könnten ggf. kostenpflichtig Services anbieten. In dem Artikel kommt allerdings auch heraus, dass sich das Start-up nicht zu abhängig von Anbietern von Pflanzenschutzmitteln machen möchte. Die neue Finanzierungsrunde gebe dem Team nun etwas Zeit, ein tragfähiges Geschäftsmodell zu entwickeln, das ihnen im besten Fall auch in Zukunft weitestgehende Unabhängigkeit ermöglicht.