farm Gründerwerkstatt

Auf ins Netzwerk, fertig, los! free

Auf dem f3-Scheunengespräch konnte Gründer Lars von "dropnostix" Kontakte zu Landwirten, Multiplikatoren und Interessierten aufnehmen. (Foto: Schildmann)

„dropnostix“ entwickelte einen Sensor, um Temperatur sowie Bewegungs- und Verdauungsaktivitäten bei Milchkühen zu messen. Das Start-up sucht Landwirte, die das Monitoring-System testen. Dabei setzen die Gründer auf das f3-Netzwerk und hatten bereits erste Kontakt-Erfolge.

„Wir saßen auf dem Betrieb mit allen Familienmitgliedern zusammen. Das war spannend“, beschreibt Lars, Gründer und Geschäftsführer von „dropnostix“, den Besuch auf einem Milchviehbetrieb im Münsterland. Drei Generationen waren neugierig auf den Pansen-Senor, den das Start-up aus Potsdam entwickelt hat. Die Landwirte wollen herausfinden, ob der Einsatz des Monitoring-Systems auch für ihren Milchviehbetrieb interessant sein kann.

Kontakte knüpfen, Einblicke geben und Fragen und Erfahrungen austauschen: Lars war als Speaker beim f3-Scheunengespräch dabei und konnte den Abend zum Netzwerken nutzen. (Fotos: Schildmann)

Den ersten Kontakt nahm die Familie auf dem f3-Scheunengespräch im Mai in Belm auf. Lars erzählte als Speaker auf dem Podium von der Entwicklungsidee, dem Werdegang seines Start-ups und der Finanzierung. Er vermittelte den Gästen einen ersten Eindruck davon, wie das System des sensorbasierten Kuhmonitorings das Management einer Milchviehherde erleichtern und zur Gesundheitskontrolle und Tierbeobachtung beitragen kann. Bei dem Landwirt aus dem Münsterland und seiner Tochter stieß Lars auf offene Ohren.

Kontakte zu Landwirten und Multiplikatoren

„Der Vater wurde von seiner Tochter mit auf das Scheunengespräch genommen und war ganz begeistert von der lockeren Atmosphäre und dem ungezwungenen Austausch“, erinnert sich Lars. Sie kamen ins Gespräch. Lars konnte bereits an dem Abend einige Fragen rund um das Monitoring-System beantworten. Sie vereinbarten einen Termin für einen Besuch auf dem Hof und saßen sich knapp zwei Wochen später dort gegenüber. „Es kam auch ein weiterer, interessierter Landwirt an dem Abend auf mich zu“, erzählt Lars. Den besuchte dropnostix ebenfalls auf seinem Milchviehbetrieb nordöstlich von Osnabrück.

„Das Scheunengespräch war für uns super, um mit Landwirten in Kontakt zu kommen“, resümiert Lars. Um noch weitere Pilot-Betriebe zu finden, haben die Gründer auf f3.de auch ein kostenloses Gesuch geschaltet. Diese Möglichkeit steht sowohl Gründern und Gründerinnen als auch Landwirten offen. dropnostix ist auf der Suche nach ökologischen oder konventionellen Groß- und Familienbetrieben in ganz Deutschland, die den Pansen-Sensor in ihrer Milchviehherde testen wollen. „Wir schauen uns die Betriebe und die individuellen Gegebenheiten an, denn wir sind auf regelmäßiges Feedback und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit angewiesen“, sagt Lars. Das Monitoring-System gibt es für die Pilot-Betriebe zu einem vergünstigten Preis.

Es ist gut zu verstehen, welche Fragen die Landwirte haben.

Lars Abraham

Eine erste Kontaktaufnahme und ein gegenseitiges Kennenlernen bedeute keinen Nutzungszwang, versichert Lars. Ob es zu einer Zusammenarbeit mit den Milchviehbetrieben im Münsterland und bei Osnabrück kommt, steht noch nicht fest. „Es ist gut zu verstehen, welche Fragen die Landwirte haben“, meint Lars. Neben Landwirten sind über f3 auch andere Start-ups und Multiplikatoren auf das Potsdamer Start-up aufmerksam geworden. Das Netzwerk der Gründer wächst. Der Vertrieb der Sensoren kann demnächst losgehen.


Das nächste Scheunengespräch

Das nächste Scheunengespräch findet am 18. September 2019 in der Nähe von Kiel statt. Thematisch wird es sich dieses Mal um das Thema „Pflanze“ drehen. Wir informieren euch, sobald die Anmeldung für das Event frei geschaltet ist. Wie immer ist der Eintritt für f3-Mitglieder kostenlos.

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