farm Gründerwerkstatt

Bauernverband und Andreas Hermes Akademie suchen Start-ups free

Eine Gründerin erklärt dem Hofnachfolger ihre Digitalidee - das sollte nach Meinung des Deutschen Bauernverbandes, der Andreas Hermes Akademie und dem Bundesverband Deutsche Startups viel öfter passieren. (Foto: New Africa/stock.adobe.com)

Innovationen für die Lebensmittelbranche brauchen Feedback aus der Praxis. Dafür können Landwirte am 4. September auf Start-ups treffen. Dominik Ewald vom Bundesverband Deutsche Startups über die Hintergründe und wo sich Gründerteams noch melden können.

„Auf beiden Seiten der Wertschöpfungskette gibt es derzeit Herausforderungen, die wir mit Start-ups und Landwirten offen diskutieren möchten. Denn davon können alle profitieren.“ Das sagt Dominik Ewald vom Bundesverband Deutsche Startups e.V. über das am 4. September in Berlin stattfindende Event „Alles auf Start-up“. Die Veranstaltung wird vom Startup-Verband, dem Deutschen Bauernverband (DBV) und der Andreas Hermes Akademie getragen.

Heute könnten Start-ups auf einen Landwirt zukommen und ihn fragen, ob er nicht Insekten für sie produzieren will.

Dominik Ewald

„Wir möchten, dass ein Gründer oder eine Gründerin mehr Verständnis für die Bedürfnisse des Landwirts erhält – und umgekehrt“, sagt Ewald, der selbst bereits ein AgTech-Unternehmen gegründet hat. Außerdem seien die Geschäftsmodelle entlang der Lebensmittelkette derzeit so sehr im Wandel, dass den Landwirten auch „neue Horizonte eröffnet“ werden sollen. „Heute könnten Start-ups auf einen Landwirt zukommen und ihn fragen, ob er nicht Insekten für sie produzieren will“, so Ewald. Für Jungunternehmer wiederum sei es sehr wichtig, früh im Gründungsprozess an künftige Kunden zu kommen. Genau solche Möglichkeiten, Anforderungen und Bedürfnisse sollen am 4. September diskutiert werden.

Noch Start-ups gesucht

Die Veranstaltung wird bei ihrer Premiere „in ausgewählter Runde“ abgehalten. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, damit beim sogenannten „Rodeo-Walk“ auch intensive Gespräche zustande kommen. Dabei sollen sich zehn Start-ups aus dem AgTech- und zehn aus dem FoodTech-Bereich den Fragen und Anforderungen der Landwirte und sonstigen Besuchern stellen. Interessierte Teams aus beiden Bereichen können sich noch hier bei Dominik Ewald melden. Die Start-ups erhalten die Möglichkeit, sich und ihr Produkt vorzustellen und an der Diskussion um neue Wertschöpfungsketten mitzumachen.

Mit dieser Veranstaltung wollen wir den Grundstein legen, der Agri & Food-Startup-Szene einen Raum zum Austausch zu geben und ein neues Format dazu anzubieten.

Gerald Dohme, DBV

Sie sollten mehr als ein Konzeptpapier präsentieren können. „Ein erster Prototyp wäre super, ist aber kein Muss“, sagt Dominik. Und Gerald Dohme, Mitglied der DBV-Geschäftsführung fügt hinzu: „Mit dieser Veranstaltung wollen wir den Grundstein legen, der Agri & Food-Startup-Szene einen Raum zum Austausch zu geben und ein neues Format dazu anzubieten.“

Was? Wann? Wo?

Alle Besucher erwartet neben Möglichkeiten zum gegenseitigen Austausch auch ein Programm aus Kurzvorträgen. Die Redner und Rednerinnen kommen von den Veranstaltern, der Landwirtschaftlichen Rentenbank und Fraunhofer Venture.

  • Termin: 4. September 2019, 16:00 bis 20:00 Uhr
  • Wo: Haus der Land- und Ernährungswirtschaft (HdLE), Claire-Waldoff-Straße 7, 10117 Berlin
  • Interessierte Start-ups melden sich bei Dominik Ewald
  • Besucher können sich bis 15. August hier anmelden. Die Zahl der Plätze ist begrenzt.

Hat dir der Beitrag gefallen?

Alle Meldungen, Beiträge und Reportagen liest du als f3-Mitglied. Jetzt anmelden und alle Vorteile sichern!

Mitglied werden