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Beteiligung und Boost für Food- und Bienen-Start-ups

Verhandlungen werden auch in Zeiten der Pandemie geführt, Investment-Deals abgeschlossen und Kapital investiert. (Foto: nattanan23 /pixabay.com)

Der Coronakrise zum Trotz konnten zwei Unternehmen aus dem Lebensmittelbereich Finanzierungsrunden in Millionenhöhe abschließen - und ihr Investment sogar noch erhöhen. Auch ein Bienen-Start-up konnte sich eine Beteiligung sichern.

Die vergangenen Wochen verliefen erfolgreich für zwei Unternehmen aus dem Lebensmittelbereich sowie für ein Bienen-Start-up. So sicherte sich das Food-Tech-Start-up "YFood" aus München kürzlich 15 Mio. €. Als Lead Investor der Series B-Finanzierung fungierte Venture Capital-Fund Felix Capital aus London. Neben Alt-Investoren tritt zudem nun der neuseeländische Molkereikonzern Fonterra als Geldgeber für das Münchener Jungunternehmen auf, das laktose- und glutenfreie Trinkmahlzeiten herstellt. Durch dessen Expertise unterstützt, möchte YFood verstärkt in Forschungsaktivitäten investieren und ihre technologische Produktentwicklung weiter ausbauen.

Wir konnten in der Coronakrise unser Erfolgskonzept unter Beweis stellen, weshalb sich die Kapitalgeber sogar für eine Erhöhung des Investments entschieden.

Laura Engelmann

Seit der Gründung im Jahr 2017 bieten die Gründer Ben Kremer und Noël Bollmann sogenanntes „Complete Food“ in Form von Drinks, Riegeln und Pulver an. Die Mittel aus der Finanzierungsrunde möchte das Start-up für die Expansion in sieben weitere europäische Länder nutzen. Auf die Finanzierungsrunde wirkte sich die Coronakrise sogar positiv aus: "Glücklicherweise konnten wir auch in der Krise das Erfolgskonzept von YFood unter Beweis stellen, weshalb sich die Kapitalgeber sogar für eine Erhöhung des Investments entschieden", so eine Sprecherin.

Agrarversandhändler steigt bei Bienen-Plattform ein

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Der Coronakrise zum Trotz konnten zwei Unternehmen aus dem Lebensmittelbereich Finanzierungsrunden in Millionenhöhe abschließen – und ihr Investment sogar noch erhöhen. Auch ein Bienen-Start-up konnte sich eine Beteiligung sichern.

Die vergangenen Wochen verliefen erfolgreich für zwei Unternehmen aus dem Lebensmittelbereich sowie für ein Bienen-Start-up. So sicherte sich das Food-Tech-Start-up „YFood“ aus München kürzlich 15 Mio. €. Als Lead Investor der Series B-Finanzierung fungierte Venture Capital-Fund Felix Capital aus London. Neben Alt-Investoren tritt zudem nun der neuseeländische Molkereikonzern Fonterra als Geldgeber für das Münchener Jungunternehmen auf, das laktose- und glutenfreie Trinkmahlzeiten herstellt. Durch dessen Expertise unterstützt, möchte YFood verstärkt in Forschungsaktivitäten investieren und ihre technologische Produktentwicklung weiter ausbauen.

Wir konnten in der Coronakrise unser Erfolgskonzept unter Beweis stellen, weshalb sich die Kapitalgeber sogar für eine Erhöhung des Investments entschieden.

Laura Engelmann

Seit der Gründung im Jahr 2017 bieten die Gründer Ben Kremer und Noël Bollmann sogenanntes „Complete Food“ in Form von Drinks, Riegeln und Pulver an. Die Mittel aus der Finanzierungsrunde möchte das Start-up für die Expansion in sieben weitere europäische Länder nutzen. Auf die Finanzierungsrunde wirkte sich die Coronakrise sogar positiv aus: „Glücklicherweise konnten wir auch in der Krise das Erfolgskonzept von YFood unter Beweis stellen, weshalb sich die Kapitalgeber sogar für eine Erhöhung des Investments entschieden“, so eine Sprecherin.

Agrarversandhändler steigt bei Bienen-Plattform ein

Überzeugen konnte auch das Wiener Start-up „Hektar Nektar“. Der österreichische Versandhändler für landwirtschaftliche Produkte, FAIE, beteiligt sich an dem digitalen Marktplatz für Bienen. Nach Angaben von derbrutkasten.com liegt das Investment in Höhe eines sechsstelligen Bereiches. Der erste Kontakt zwischen dem Start-up und FAIE erfolgte bereits vergangenes Jahr. „Wir sind 2019 auf Hektar Nektar aufmerksam geworden und wollten uns nun finanziell beteiligen. Mit der Initiative PROJEKT 2028 möchte Hektar Nektar die Bienenpopulation in Österreich und Deutschland innerhalb von zehn Jahren um zehn Prozent steigern. Diesen ambitionierten Weg wollen wir mitgehen“, erklärte FAIE-Chef Fritz Berger.

Mark und Martin Poreda betreiben seit Oktober 2017 die Online-Plattform Hektar Nektar. (Bild: Hektar Nektar)

FAIE ist ein Versandhandel im Bereich Landtechnik, Tierzucht und Agrarbedarf. Martin Poreda, Gründer von Hektar Nektar, sagt: „Mit FAIE haben wir einen starken Partner gewonnen. Als eines der führenden Versandhandelsunternehmen für die Landwirtschaft haben wir nicht nur einen passenden Investor von uns überzeugen können, wir profitieren auch von FAIEs Know-How im Bereich Bestäubung und Nachhaltigkeit. Dass wir selbst in wirtschaftlich schwierigen Zeiten einen weiteren Investor von uns überzeugen konnten, zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Forschung an Fisch- und Fleischalternativen

Auch das in Singapur ansässige Start-up Growthwell konnte sich 8 Mio. US-Dollar in einer Finanzierungsrunde sichern, wie vegconomist.de berichtet. Das Unternehmen ist auf pflanzliche Nahrungsmittel spezialisiert und hauptsächlich in Singapur, Australien, Indien und den USA tätigt. Geleitet wurde die Finanzierungsrunde von der Holdinggesellschaft der singapurischen Regierung, Temasek. Mit dem eingesammelten Kapital möchte Growthwell ein Forschungs- und Entwicklungszentrums in Singapur errichten, in dem es eine automatisierte Fertigungslinie von Fleisch- und Fischalternativen auf pflanzlicher Basis geben soll.

„Die Covid-19-Pandemie hat die Schwachstellen unserer Lebensmittelversorgung aufgedeckt. Unsere Entscheidung, eine Produktionsstätte in Singapur zu bauen, ist eine zeitgemäße Lösung, um das Problem der Ernährungssicherheit anzugehen“, so Growthwell-Geschäftsführer Justin Chou. Mit dem Geld möchte Growthwell außerdem eine neue Produktionslinie einführen. Dazu kooperiert das Team mit dem israelischen Start-up ChickP, das Meeresfrucht-Alternativen auf der Basis von Kichererbsenprotein herstellt.