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Big Brother is watching Kuh free

Big Brother is watching Kuh. Im vergangenen Jahr hat f3 unter anderem Digitalisierungsthemen beackert. (Illustration: Christina Helmer)

Die Digitalisierung begleiten, bei Hypes kritisch hinschauen und Kontakte im Netzwerk zusammenbringen – Nach einem Jahr f3 halten wir fest: Dieses Unterfangen ist alles, nur nicht langweilig.

Was stimmt denn nun? Steigern Sensoren und smarte Anwendungen im Stall die Leistungen und das Wohlbefinden der Tiere? Oder treiben sie die Entfremdung von Mensch und Nutztier, Landwirten und Kunden endgültig vo­ran? Weist die Blockchain-Technologie in der Wertschöpfungskette für Lebensmittel den Weg zur überfälligen Transparenz – oder in die totale Überwachung? Wenn künstliche Intelligenz zukünftig immer stärker zwischen Acker und Stall in die Speichen greift, was wird dann aus dem Erfahrungsschatz der Landwirte? Und welche Apps und Systeme rechtfertigen schon heute nur ansatzweise ihre durchaus stattlichen Kosten?

Die f3-Redaktion von links: Eva Piepenbrock, Henning Dicks, Matthias Schulze Steinmann und Anja Rüweling. (Foto: B. Lütke Hockenbeck)

Auch in der nun dritten f3-Printausgabe bewegen uns wieder viele kleine und große Fragen, die wir in den vergangenen Wochen auf Veranstaltungen, im Netzwerk und in Beiträgen auf f3.de diskutiert haben. Frei nach dem Motto „Big Brother is watching Kuh“ verfestigt sich unser Eindruck, dass die Branche selbst gefordert ist, die Weichen richtig zu stellen: Denn läuft es gut, rücken das Einzeltier und das Tierwohl wieder stärker in den Fokus. Die Landwirte profitieren – angefangen bei der Absicherung ihres Milchpreises bis zur Vermarktung ihrer Produkte.

Die Branche ist selbst gefordert, die Weichen richtig zu stellen.

Matthias Schulze Steinmann

Läuft es dagegen schlecht, erinnert vieles eher an George Orwell. Die Hoheit über Daten und Gewinne geht an alle möglichen Akteure, nur nicht an die Menschen, die in den vergangenen Jahrzehnten die Voraussetzungen für den Fortschritt in der Tierhaltung geschaffen haben.

Netzwerk wächst

Das f3-Netzwerk wächst. Erste Erfolge haben wir für euch zusammengestellt. (Illustrationen: Christina Helmer)

Und nun genug der Nachdenklichkeit. Denn die aktuelle f3-Ausgabe (hier alle Artikel auch online) sprüht wie immer auch vor Ideen, Gründergeist und Abenteuerlust. Der Bedarf, Hypes zu erden und Spielregeln zu hinterfragen, ist ungebrochen. Und noch dazu steht mit dem ersten Geburtstag von f3 ein ganz besonderes Jubiläum ins Haus. Eltern wissen, dass so ein erster Geburtstag seinen ganz eigenen Charme hat. Zum einen endet ein Jahr mit großen Emotionen, kleinen Krisen und zahlreichen Entbehrungen. Zum anderen werden die gefeierten Jubilare zunehmend mobiler. Die Sprachentwicklung schreitet voran. Motorische Fähigkeiten gehen immer leichter von der Hand.

Danke an alle f3-Unterstützer!

Auch im neugegründeten f3-Kosmos hat sich in den vergangenen zwölf Monaten mit neuen Gesichtern, neuen Themen und neuem digitalen Netzwerk vieles bewegt. Mut machen uns nicht nur das tolle Feedback aus den verschiedensten Ecken der Republik, sondern die Menschen, die wir erfolgreich miteinander vernetzen, den einen oder anderen sogar mit neuen Ideen inspirieren konnten.

Euch da draußen, die das möglich machen, sagen wir Danke! Bleibt uns treu, empfehlt uns weiter. Denn auch hier ist es bei f3 wie mit dem Kleinkind. Auch das zweite Jahr wird alles: Nur nicht langweilig!

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