farm Gründerwerkstatt

Bio-Beize mit Chance auf 500.000€

Jan Ritter (links) und Jacob P. Bussmann gründeten das Start-up „SeedForward“. Nach einer ökologischen Saatgutbeschichtung entwickeln sie aktuell biologische Düngemittel. (Foto: Drießen)

Der Green Challenge Award der Postcode Lotterie geht in die finale Phase. Für den internationalen Preis ist auch das Start-up „SeedForward“ nominiert. Mitgründer Jacob P. Bussmann erläutert, wie er sich auf den Pitch vorbereitet.

Die Postcode Lotterie vergibt jährlich den Green Challenge Award an ein Start-up mit einem nachhaltigen Geschäftsmodell. 25 haben sich gegen 1.142 Mitbewerber durchgesetzt und nun die Chance auf 500.000 €. Mit dabei ist „SeedForward“. Das Start-up aus Osnabrück arbeitet an biologischen Alternativen zu chemischen Dünge- und Pflanzenschutzmitteln.

Internationaler Preis

Zusammen mit Kandidaten aus aller Welt geht SeedForward nun ins Rennen um die Top 5. Anfang Oktober treten diese fünf Finalisten dann in Amsterdam erneut gegeneinander an. Beim Finale entscheidet eine internationale Expertenjury über den besten Pitch.

Der Ablauf

„Bei einem Pitch stelle ich als Erstes die Herausforderung oder das Problem in den Mittelpunkt. Die hohe Kunst dabei ist, das Ganze emotional rüberzubringen“, sagt Jacob P. Bussmann von SeedForward. Im Gespräch mit f3 verrät er, wie er seinen Pitch aufbaut und sich optimal vorbereitet. „Zusätzlich fließen die Gründungsgeschichte und Informationen über das Team mit in den Vortrag ein, um eine gewisse Stärke und Glaubwürdigkeit gegenüber dem Publikum und der Jury zu zeigen.“ Erst abschließend folge der konkrete Lösungsansatz - und das möglichst auf den Punkt gebracht. Jacob betont, wie wichtig eine klare Sprache ist, der die Juroren auch folgen können: „Ich sehe häufig, dass Gründer super Fachleute auf ihrem Gebiet sind, sie es aber nicht schaffen, die eigene Vision der Jury oder dem Publikum nahe zu bringen.“

Die hohe Kunst dabei ist, das Ganze emotional rüberzubringen.

Jacob P. Bussmann, Seedforward

Üben, üben, üben

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Der Green Challenge Award der Postcode Lotterie geht in die finale Phase. Für den internationalen Preis ist auch das Start-up „SeedForward“ nominiert. Mitgründer Jacob P. Bussmann erläutert, wie er sich auf den Pitch vorbereitet.

Die Postcode Lotterie vergibt jährlich den Green Challenge Award an ein Start-up mit einem nachhaltigen Geschäftsmodell. 25 Jungunternehmen haben sich gegen 1.142 Mitbewerber durchgesetzt und nun die Chance auf 500.000 €. Mit dabei ist „SeedForward“. Das Start-up aus Osnabrück arbeitet an biologischen Alternativen zu chemischen Dünge- und Pflanzenschutzmitteln.

Zusammen mit Kandidaten aus aller Welt geht SeedForward nun ins Rennen um die Top 5. Anfang Oktober treten diese fünf Finalisten dann in Amsterdam erneut gegeneinander an. Beim Finale entscheidet eine internationale Expertenjury über den besten Pitch.

Tipps vom Gründer

„Bei einem Pitch stelle ich als erstes die Herausforderung oder das Problem in den Mittelpunkt. Die hohe Kunst dabei ist, das ganze emotional herüberzubringen“, sagt Jacob P. Bussmann von SeedForward. Im Gespräch mit f3 verrät er, wie er seinen Pitch aufbaut und sich optimal vorbereitet. „Zusätzlich fließen die Gründungsgeschichte und Informationen über das Team mit in den Vortrag ein, um eine gewisse Stärke und Glaubwürdigkeit gegenüber dem Publikum und der Jury zu zeigen.“ Erst abschließend folge der konkrete Lösungsansatz – und das möglichst auf den Punkt gebracht. Jacob betont, wie wichtig eine klare Sprache ist, der die Juroren auch folgen können: „Ich sehe häufig, dass Gründer super Fachleute auf ihrem Gebiet sind, sie es aber nicht schaffen, die eigene Vision der Jury oder dem Publikum nahe zu bringen.“

Die hohe Kunst dabei ist, das Ganze emotional herüberzubringen.

Jacob P. Bussmann, SeedForward

Üben, üben, üben

Es geht also nicht ohne möglichst viel zu üben, ist der Gründer überzeugt. Selbst für eine Präsentation von nur fünf Minuten fängt Jacob schon Wochen vorher an. „Wenn ich den Vortrag so gut beherrsche, dass das Sprechen automatisiert ist, kann ich mich voll und ganz auf die Körperhaltung und Gestik konzentrieren.“ Erst dann fühlt sich Jacob gut vorbereitet. Um diesen Weg zu erleichtern, gibt er drei Tipps:

  • Den Vortrag vor Freunden oder Verwandten mehrmals üben und sich Feedback einholen,
  • ein Pitchtraining mit einem professionellen Trainer absolvieren, beispielsweise vom Exist-Gründerstipendium,
  • eine Videoaufzeichnung von sich selbst machen und Fehler reflektieren und ausmerzen.

Gesamtpreisgeld: 1 Mio. €

Es lohnt sich, gut vorbereitet für den Pitch in Amsterdam zu sein. Denn auf den ersten Platz wartet ein Preisgeld von 500.000 €. Auch der Zweitplatzierte und die restlichen drei Finalisten gehen nicht leer aus: 200.000 € gehen an den zweiten Platz. Alle Weiteren bekommen jeweils eine finanzielle Unterstützung von 100.000 €. Somit beträgt das Gesamtpreisgeld 1 Mio. €.