farm future Gründerwerkstatt

Bits und Bytes am Rebstock

Weinrebe illustriert
Messstationen im Weinberg oder Drohnen, die die Vitalität der Reben analysieren. Das digitale Angebot für den Winzer ist vielseitig. (Illustration: Christina Helmer)

Die digitale Transformation lässt auch den Weinsektor nicht kalt. Das Internet of Things bietet Möglichkeiten, die Arbeit des Winzers zu unterstützen.

Traco Vino

Das Team um Bernd Möller vom Start-up „My Omega“ aus Nürnberg entwickelt zusammen mit dem Software-Riesen Intel IoT-Lösungen für die Industrie, die Logistik - und auch den Weinbau. „Traco Vino“ kann mithilfe von Messstationen im Weinberg Temperatur, Sonneneinstrahlung, Lichtstärke sowie Luft- und Bodenfeuchtigkeit messen. Zusätzliche Sensoren ermitteln die Blattfeuchte, Boden-pH- und Nährstoffwerte. Die Messstationen werden durch eigene Solarzellen betrieben und sind somit energieautark. Sie benötigen nur ein niedrigschwelliges Internetnetz. Die Daten werden auf der Plattform „My NeXt Generation“ in einer Cloud abgelegt. Dadurch können die Winzer nach Angaben von My Omega Fungizide und Pestizide gezielter einsetzen.

Traco Vino ist eine Internet-of-Things-Lösung, die Winzer dabei unterstützt, Arbeitsabläufe zu optimieren.

My Omega, Entwickler von Traco Vino

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Die digitale Transformation lässt auch den Weinsektor nicht kalt. Das Internet of Things bietet Möglichkeiten, die Arbeit des Winzers zu unterstützen. Wir haben eine Auswahl von Start-ups und Jungunternehmen zusammengestellt, die hier bereits aktiv sind.

Traco Vino

Das Team um Bernd Möller vom Start-up „My Omega“ aus Nürnberg entwickelt zusammen mit dem Software-Riesen Intel IoT-Lösungen für die Industrie, die Logistik – und auch den Weinbau. Die Anwendung „Traco Vino“ kann mithilfe von Messstationen am Weinberg Temperatur, Sonneneinstrahlung, Lichtstärke sowie Luft- und Bodenfeuchtigkeit messen. Zusätzliche Sensoren ermitteln etwa die Blattfeuchte, Boden-pH- und Nährstoffwerte. Die Messstationen werden durch eigene Solarzellen betrieben und sind somit energieautark. Sie benötigen nur ein niedrigschwelliges Internetnetz. Die Daten werden auf der Plattform „My NeXt Generation“ in einer Cloud abgelegt und können vom Winzer eingesehen werden. Dadurch können sie nach Angaben von My Omega Fungizide und Pestizide gezielter einsetzen.

Traco Vino ist eine Internet-of-Things-Lösung, die Winzer dabei unterstützt, Arbeitsabläufe zu optimieren.

My Omega, Entwickler von Traco Vino
Die Anwendungen Traco Vino und Predivine nehmen Daten über Messstationen direkt aus dem Weinberg auf. (Foto: My Omega)

Predivine

Auch das Schweizer Start-up „Dolphin Engineering“ von Mauro Prevostini und Antonio Vincenzo entwickelt seit 2012 eine IoT-Lösung für den Weinberg. Die Software nennt sich „Predivine“. Sie stellt drahtlose Sensor-Netzwerke und Wetterstationen für den Weinberg zur Verfügung. Sie sind auf ein niedrigschwelliges Internetz ausgelegt. Durch Vorhersage-Algorithmen sollen Schädlinge und Krankheiten besser überwacht werden können.

Scanopy

Scanopy setzt auf den Einsatz von Drohnen. Der Winzer kann mit den Daten am Smartphone und am PC arbeiten. (Foto: Scanopy)

Die Franzosen Pierre-Christophe Mesnil und François Gallet gründeten 2015 „Scanopy“. Das Start-up aus dem französischen Quincy entwickelt Drohnen, mit denen der Weinberg überwacht werden kann. Dies ermöglicht agronomische Analysen für die Ermittlung spezifischer Bedürfnisse des Rebstocks. Die Drohnen verfügen über eine Multispektral- und eine RGB-Kamera. Sie soll die Vitalität der Reben analysieren und den Bestand bewerten. Nach Herstellerangaben kann der Winzer die Düngung besser planen und durchführen und Klimaschäden frühzeitig abschätzen.

Vine-Xpert

Die „Lilienthal Digitaler-Weinbau GmbH“ aus Wiesbaden verzichtet in ihrer Anwendung „Vine-Xpert“ auf Messstationen oder Drohnen. Das Start-up um Aron Kirschen und Michael Brünen bietet einen digitalen Weinbauberater für den Computer an. Eine App ist in der Entwicklung. Das System sei günstiger in der Anschaffung und Wartung als Systeme, die mit Drohnen und Messstationen arbeiten. Denn es greift auf den bereits verfügbaren Datenschatz privater und öffentlicher Informationen wie z.B. Satellitendaten zurück. Die Testphase des Produktes läuft bereits und die Marktreife steht in diesem Jahr an. Vine-Xpert modelliert in einem ersten Schritt das genaue Mikroklima des Weinbergs. Je nach Verfügbarkeit weiterer Informationen hinsichtlich Boden und Rebe wird der aktuelle Zustand der Rebe ermittelt und Handlungsempfehlungen werden gegeben. Dies soll dabei helfen, wichtige Krankheiten und den Bewässerungsbedarf zu bestimmen oder Ernteprognosen zu erstellen.