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Dänemark: Staatsfonds für CO2-Kompensation free

Dänische Bürger sollen bald in einen staatlichen Waldklimafonds einzahlen können, um ihren CO2-Verbrauch zu kompensieren. (Foto: pexels.com/Immortal shots)

Dänemark plant einen unabhängigen Waldklimafonds. Darin können Bürger und Unternehmen ihren CO2-Verbrauch kompensieren. Noch in diesem Jahr soll der Fonds erste Klimaschutzmaßnahmen fördern.

Mit einem Waldklimafonds will die dänische Regierung umweltbewussten Bürgern die Möglichkeit geben, klimaschädliches Verhalten zu kompensieren. Mit breiter Mehrheit hatte das Kopenhagener Parlament bereits im Dezember der Einrichtung des staatlichen Fonds zugestimmt. Nun soll er mit einem Startkapital von umgerechnet 13,4 Mio. € seine Arbeit aufnehmen.

Aufforstung und CO2-Speicherung im Boden

Geplant sei nach Angaben des dänischen Landwirtschaftsministeriums, dass der Fonds aus Unternehmensgeldern und Einzahlungen von Privatleuten gespeist wird. Mit dem eingenommenen Kapital soll etwa Aufforstung betrieben werden. Auch die Kohlenstoffspeicherung im Boden sowie weitere Klimaschutzmaßnahmen auf dem Land oder in urbanen Zentren sollen auf den Weg gebracht werden.

Fonds als unabhängiger Akteur

Laut Umweltministerin Lea Wermelin wollen viele dänische Bürger im Alltag etwas für den Klimaschutz tun. Bisher habe es allerdings an einem legitimen und transparenten Instrument gefehlt. Demnächst trete mit dem Waldklimafonds ein unabhängiger Akteur auf, der Klimaschutzprojekte effektiv umsetze.

Auch Landwirtschaftsminister Mogens Jensen sieht den Fonds als wichtiges Hilfsmittel. Er könne helfen, die ehrgeizigen dänischen Klimaschutzziele zu erreichen, die für 2050 landesweit die Klimaneutralität vorsehen. Die Zivilgesellschaft und die Wirtschaft könnten nun gemeinsam einen konkreten Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten, hob Jensen hervor.

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