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DBU: 400.000 € für grüne Start-ups free

Durch Indoor-Anbaulösungen möchte die „Acker Company“ Mitarbeitern von Unternehmen die Möglichkeit geben im Büro zu gärtnern. (Foto: Acker Company)

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt fördert nachhaltige Start-up-Ideen mit mehr als 400.000 €. Auch dabei: ein junges Unternehmen, das das Gärtnern im Büro ermöglichen möchte.

Der Klimawandel und die Digitalisierung sind zwei Themen, die Deutschland und seine Gründerszene zurzeit beschäftigen. Die Start-ups „Acker Company“, „BRIVE Fleet Solutions“, „HEDERA“ und „DriodDrive“ bringen beides zusammen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) wählte sie vergangene Woche für ihr Green Start-up-Sonderprogramm mit dem Schwerpunkt Digitalisierung aus. Die Stiftung unterstützt die vier jungen Gründerteams mit insgesamt 428.000 €. Dies geht aus einer aktuellen Pressemitteilung hervor. Das sind die vier Start-ups:

Gemeinsam ackern

„Acker Company“ aus Berlin will mit Gärten für Firmen den Teamgeist durch gemeinsames Ackern und Ernten stärken. Ihr Office-Gardening-Konzept nennt sich „AckerPause“. Bei den teilnehmenden Unternehmen legen die jeweiligen Mitarbeiter ihre eigenen Gemüsebeete an und übernehmen die Pflege. Das Start-up hat Indoor-Anbaulösungen, Outdoor-Hochbeete und Bürogärten im Repertoire. Mit dem frischen Geld möchte das Start-up eine App entwickeln. „Die digitale Serviceapp soll Tipps für die verschiedenen Vegetationsstadien einzelner Kulturen und Rezeptideen enthalten. Außerdem dient sie der Dokumentation“, sagte Mitgründer Dr. Julian Siegmann im Gespräch mit f3.

Ferner möchte die Acker Company das Geld nutzen, um verstärkt Marketing zu betreiben. Das junge Unternehmen will wachsen. „Aktuell zählen 20 Unternehmen zu unseren Kunden. Sie kommen aus allen Teilen der Wirtschaft“, sagt Julian. „Unter ihnen ist die Deutsche Bahn, Rewe aber auch verschiedene Start-ups und Agenturen.“

Die digitale Serviceapp soll Tipps für die verschiedenen Vegetationsstadien einzelner Kulturen und Rezeptideen enthalten.

Dr. Julian Siegmann von Acker Company

Intelligenter Fahren mit einer App

Die Idee von „BRIVE“ aus Berlin setzt beim Nutzerverhalten der Fahrer von Paketdiensten, Taxiunternehmen oder Speditionen an. Sie beeinflussen mit ihrer Fahrweise Treibstoffverbrauch, Verschleiß und Reparaturen ihrer Fahrzeuge. Eine App auf dem Smartphone des Fahrers analysiert die Fahrweise anonym und macht Vorschläge für eine bessere Fahrweise. In einem zweiten Schritt berechnet die App eine optimale Route, die das aktuelle Lieferaufkommen oder Straßensperrungen berücksichtigt. Auch die Mitarbeiter der Unternehmen sollen profitieren: Sie erhalten einen Teil der eingesparten Kosten als steuerfreien Bonus.

Ein Bindeglied für Nachhaltigkeit

Kerosinlampen und Dieselgeneratoren sind in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern noch Alltag. „Grüne“ Mikrokredite können Alternativen finanzieren. Doch nach Ansicht des Start-ups „HEDERA“ ist den Antragsstellern häufig nicht klar, welche Daten die möglichen Investoren zum Bewerten des Investments überhaupt benötigen. Das Start-up aus Aachen könnte die notwendigen Informationen bereitstellen.

Im Gänsemarsch durch die Innenstädte

DroidDrive“ will große Lieferfahrzeuge durch elektrische kleine Einheiten ersetzen. Dadurch möchte das Berliner-Start-up Probleme wie schlechte Parkmöglichkeiten, Stau und Umweltbelastungen umgehen.


Zwölf grüne Start-ups im DBU-Sonderprogramm

Seit dem Start des Green Startup-Sonderprogrammes im April 2019 förderte die DBU zwölf Unternehmen mit rund 1,5 Mio. €. Weitere Start-ups übernahm die DBU in seine reguläre Projektförderung. Nach dem Schwerpunkt Digitalisierung sollen nun besonders „Grüne Gründerinnen“ in den Fokus rücken. Dafür stellt die DBU weitere 1,5 Mio. € parat. Die DBU ist eine Stiftung der Bundesrepublik Deutschland. Ihre Aufgabe ist es, Vorhaben zum Schutz der Umwelt unter besonderer Berücksichtigung der mittelständischen Wirtschaft zu fördern. Das Green Startup-Sonderprogramm eines dieser Vorhaben. „Neben der finanziellen Förderung bauen wir aktuell ein Mentoring und Beratungsprogramm für die Start-ups auf“, sagte Dr. Michael Schwake gegenüber f3.

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