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Deutschland, wie es morgen essen möchte free

Ein mögliches Zukunftskonzept: Vertical Farming (Foto: Farmers Cut)

Die Deutschen kaufen weiterhin stationär ein, informieren sich aber online über Lebensmittel. Wie sie sich die Ernährung der Weltbevölkerung in der Zukunft vorstellen, zeigt der Ernährungsreport 2019 auf.

Gestern veröffentlichte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) seinen Ernährungsreport 2019, in dem Ernährungstrends und -gewohnheiten sowie Wünsche der Deutschen aufgezeigt werden. Das Meinungsforschungsinstitut forsa befragte im Oktober und November des vergangenen Jahres dazu rund 1.000 Bürger ab 14 Jahren in Deutschland. 

Neun Prozent der Befragten haben sich
in den vergangenen zwölf Monaten Lebensmittel nach Hause liefern lassen.

Ernährungsreport 2019, BMEL

Die Ergebnisse zeigen, dass die Deutschen ihre Lebensmittel nach wie vor am liebsten stationär einkaufen. Die Zahl derer, die sich ihre Lebensmittel nach Hause liefern lassen, steigt. Einen Lieferservice hat in den vergangenen zwölf Monaten allerdings nur jeder zehnte in Anspruch genommen. 

Die meisten Nutzer sind unter den Jüngeren und den Bewohnern von Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern zu finden. Am meisten bestellten die Befragten frische Lebensmittel wie Obst und Gemüse (56 %), Fisch und Fleisch (42 %) oder Milchprodukte (40%).

Ernährungsreport 2019 vom BMEL
Deutschland, wie es isst – Der Ernährungsreport 2019

Zukunftsfragen und Wünsche

Neben den Gewohnheiten zur Lebensmittelbesorgung fragte das forsa-Institut auch die Informationsquellen ab. Demnach gewinnen digitale Angebote in allen Altersgruppen weiter an Bedeutung: 60 Prozent aller Befragten informieren sich online über Lebensmittel – in sozialen Medien,
Apps, Foren, Blogs oder Online-Videos. Besonders ausgeprägt ist die Online-Affinität in den jüngeren Generationen der 14- bis 29-Jährigen und der 30- bis 44-Jährigen (jeweils 68 Prozent). 

Knapp die Hälfte der Menschen über 60 Jahre informieren sich online über Lebensmittel.

Ernährungsreport 2019, BMEL
Neue Agrarsysteme: kurz erklärt free

Auf die Frage, was die richtige Lösung für die Ernährung einer wachsenden Bevölkerung sei, stimmten 84 % der Befragten der Aussage zu, dass die Verringerung von Lebensmittelabfällen eine geeignete Maßnahme sei. Drei Viertel (74 %) meinen, dass weniger Fleischkonsum der richtige Weg sei. Von einer Mehrheit befürwortet werden auch neue Formen der
Landwirtschaft wie etwa „Vertical Farming“ (55 %). Knapp die Hälfte der Befragten (44 %) spricht sich für eine weltweite Steigerung der Produktivität der Landwirtschaft aus. Ein knappes Drittel (29 %) ist
der Ansicht, dass alternative Fleischarten wie aus Insekten
hergestellte Lebensmittel oder In-vitro-Fleisch einen
Beitrag zur Ernährungssicherheit leisten können.



 

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