digital farm future

Die Daten der Tiere II

Auch vor dem Sauenstall macht die digitale Transformation nicht halt. Porcovision entwickelt intelligente Kameras für den Abferkelzeitraum. (Foto: Porcovision)

Im zweiten Teil der Reihe „Die Daten der Tiere“ geht es neben dem smarten Geburtsmonitoring von Sauen auch um digitale Medikamentenkreisläufe. Die Rinderhalter kommen aber auch nicht zu kurz: zwei Unternehmen möchten mit Sensoren Kühe im Stall überwachen.

Porcovision

Die dänischen Gründer Christine Lundby, Christian Rasmussen und Christian Moeslund möchten mit ihrer Anwendung „Porcovision“ die Mortalität von Ferkeln reduzieren. Eine Kamera an der Abferkelbucht analysiert mithilfe von künstlicher Intelligenz die Zeit zwischen jedem geborenen Ferkel. Wenn ein Intervall eine vorgegebene Zeit überschreitet, wird ein Alarm ausgelöst. Dadurch möchte Porcovision vor allem dem Sauerstoffmangel von Ferkeln bei der Geburt entgegenwirken. Die Marktreife für das Produkt steht in diesem Jahr an.

Farmtool

Sieben Tierarztpraxen und eine IT-Expertin setzten sich 2016 zusammen und gründeten „Farmtool“ im münsterländischen Gescher. Die Geschäftsführer Dr. Rolf Nathaus und Eva Kleinbrahm wollen den Arzneimittelkreislauf für Landwirte und Tierärzte digitalisieren. So ist ein Landwirt z.B. dazu verpflichtet, Medikamentenreste nachzuweisen. Das könne mit Farmtool in einer App passieren. Seit Anfang 2017 ist die Software online. Mehr als 100 Schweine- sowie wenige Rinder- und Geflügelhalter nutzen sie. Derzeit müssen sowohl der Landwirt als auch sein Tierarzt bei Farmtool registriert sein. Ab kommendem Sommer können Landwirte Farmtool mit einer neuen Version auch autark nutzen. Möglich wird dies, weil die App den Text des Medikamentenblattes vom Tierarzt via Smartphone-Kamera lesen kann. Die App übernimmt die Daten automatisch.

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In der Reihe „Die Daten der Tiere“ geht es um Start-ups, die sich mit der Digitalisierung im Stall beschäftigen. Diesmal sind verschiedene Innovationen, wie Sensoren für Kühe oder eine App für den Medikamentenkreislauf dabei.

Porcovision

Die dänischen Gründer Christine Lundby, Christian Rasmussen und Christian Moeslund möchten mit ihrer Anwendung „Porcovision“ die Mortalität von Ferkeln reduzieren. Eine Kamera an der Abferkelbucht analysiert mithilfe von künstlicher Intelligenz die Zeit zwischen jedem geborenen Ferkel. Wenn ein Intervall eine vorgegebene Zeit überschreitet, wird ein Alarm ausgelöst. Dadurch möchte Porcovision vor allem dem Sauerstoffmangel von Ferkeln bei der Geburt entgegenwirken. Die Marktreife für das Produkt steht in diesem Jahr an.

InnoCow

Sebastian Baumbach und Matthias Weiß gründeten 2017 in Kaiserslautern „InnoCow“. Das Start-up entwickelt Sensorhalsbänder zur Gesundheits- und Brunstüberwachung von Kühen. Die Bänder messen Bewegungs- und Wiederkäudaten der einzelnen Kuh. Die Daten werden in Echtzeit mithilfe von Algorithmen analysiert. Dadurch kann der Landwirt nach Aussage von InnoCow Krankheiten und Brunstzeiten frühzeitig erkennen. Zusätzlich kann er die Tiere im Stall und auf der Wiese mithilfe seines Smartphones oder PCs jederzeit orten. Aktuell nutzen ca. 100 Milchviehhalter InnoCow in der Testversion. Die Marktreife steht in diesem Jahr an.

Zwei Milchkühe mit zwei unterschiedlichen IoT-Lösungen. InnoCow entwickelt ein smartes Halsband und SmartBow eine intelligente Ohrmarke.

Smart Bow

Das weltweit agierende Tiergesundheitsunternehmen „Zoetis“ kaufte im vergangenen Jahr das Start-up „Smart Bow“ aus Österreich auf, das eine intelligente Ohrmarke entwickelt hat. Sie ermöglicht dem Landwirt nach Herstellerangaben ein besseres Wiederkäu- & Gesundheitsmonitoring, einen Überblick über das Brunstverhalten sowie eine Kuh-Ortung in Echtzeit. Empfängerboxen im Stall leiten die Daten der Ohrmarken an einen Server weiter. Ein Programm analysiert diese und der Landwirt kann die Ergebnisse auf dem PC, Tablet oder Smartphone einsehen.

Farmtool

Sechs Tierärzte und eine IT-Expertin setzten sich 2016 zusammen und gründeten „Farmtool“ im münsterländischen Gescher. Die Geschäftsführer Dr. Rolf Nathaus und Eva Kleinbrahm wollen den Arzneimittelkreislauf für Landwirte und Tierärzte digitalisieren. So ist ein Landwirt z.B. dazu verpflichtet, Medikamentenreste nachzuweisen. Das könne mit Farmtool in einer App passieren. Seit Anfang 2017 ist die Software online. Mehr als 100 Schweine- sowie wenige Rinder- und Geflügelhalter nutzen sie. Derzeit müssen sowohl der Landwirt als auch sein Tierarzt bei Farmtool registriert sein. Ab kommendem Sommer können Landwirte Farmtool mit einer neuen Version auch autark nutzen. Möglich wird dies, weil die App den Text des Medikamentenblattes vom Tierarzt via Smartphone-Kamera lesen kann. Die App übernimmt die Daten automatisch.