Energie News

Diese Start-ups arbeiten an der Energiewende free

Im Rahmen des "Energy Transition Dialogue" wurden Start-ups ausgezeichnet, die sich mit der Energiewende befassen. (Foto: Drießen)

E-Motorräder in Uganda oder mehr Solarstrom im Verteilnetz: Diese Start-ups wurden am vergangenen Mittwoch in Berlin ausgezeichnet. Sie bieten Geschäftsideen für die Energiewende und den Klimaschutz.

Wie gestaltet die Welt die Energiewende? Welche geopolitischen Entwicklungen gehen damit einher? Und wie kann die Digitalisierung den Klimaschutz effizienter machen? Diese Fragen diskutierten in dieser Woche Vertreter und Vertreterinnen aus über 50 Ländern in Berlin auf der internationalen Energiewendekonferenz „Energy Transition Dialogue“. Das Event wurde von der Bundesregierung gemeinsam mit dem Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE), dem Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar), der Deutschen Energie-Agentur (dena) sowie dem Beratungsunternehmen eclareon veranstaltet.

Im Rahmen dessen zeichnete eine Jury auch Energie-Start-ups beim sogenannten SET Award aus. Der Award richtet sich an junge Unternehmen mit innovativen und wirkungsvollen Geschäftsideen für die Energiewende und den Klimaschutz. 450 Start-ups hatten sich auf fünf verschiedene Kategorien beworben. Davon kamen 15 in die Endrunde. Die Finalisten bekamen die Möglichkeit, sich der etablierten Energiewirtschaft, Investoren und anderen Start-ups vorzustellen. Die Jury wählte für jede Kategorie einen Gewinnner:

Die Finalisten des SET Awards am vergangenen Mittwoch. Von den 15 Finalisten kürte die Jury fünf mit dem SET Award. (Foto: dena/ Pedro Becerra)

Enapter, Deutschland

(Kategorie 1: Emissionsarme Energieproduktion)
Ziel von „Enapter“ ist es, Wasserstoff günstiger als Erdgas zu machen. Dafür entwickelt und produziert das Team Wasserstoffgeneratoren. Zentrales Element ist eine Elektrolyseanlage mit Anionenaustauschmembran (AEM), die eine sichere und effiziente Produktion von Wasserstoff ermöglicht. Der Wasserstoff könne vielseitig und flexibel genutzt werden, so das Start-up: als Energiespeicher, als Kraftstoff in Fahrzeugen, als Rohstoff in der Industrie oder auch als Brennstoff zum Heizen.

Planet Ark Power, Australien

(Kategorie 2: Intelligente Netze, Plattformen und Cybersicherheit)
„Planet Ark Power“ hat eine Technologie entwickelt, mit der mehr Solarstrom ins Verteilnetz integriert werden kann. Denn bei einem hohen Anteil an dezentralen Photovoltaikanlagen kann es zu Spannungsschwankungen kommen, die die Netzstabilität gefährden. Das System von Planet Ark Power, eine Kombination aus Stromrichter und künstlicher Intelligenz, regelt die Spannung direkt an der Quelle. Dies ist ein wichtiger Baustein, um den Verteilnetzausbau zu optimieren, und ebnet nach Herstellerangaben den Weg für den weiteren Ausbau der dezentralen Solarstromerzeugung.

Blixt, Schweden

Blixt verspricht eine Sicherung, die zusätzlich wie eine Fernbedienung und ein intelligenter Stromzähler fungiert. (Foto: Blixt)

(Kategorie 3: Energieeffizienz, smarte Geräte und Speicherung)
„Blixt“ entwickelt Sicherungen, die zahlreiche Smart Metering- und Smart Grid-Lösungen ermöglichen. Herkömmliche Leitungsschutzschalter bewahren elektrische Stromkreise mechanisch vor Überlast. Die Sicherung von Blixt kann auch digital kommunizieren, Daten erfassen sowie Stromflüsse messen und regeln.

Bodawerk, Uganda

(Kategorie 4: Innovative Mobilität)
„Bodawerk“ entwickelt Lösungen für Elektromobilität in Ostafrika, ausgehend vom dort am meisten verbreiteten Verkehrs- und Transportmittel: dem Motorrad. Hintergrund sind vor allem die hohen Kraftstoffkosten und die zunehmende Luftverschmutzung in Städten. Bodawerk stellt E-Motorräder her und rüstet gebrauchte Motorräder auf Elektroantrieb um. Hinzu kommen der Verleih von Batterien und weitere Dienstleistungen rund um das Motorrad. Damit erleichtert Bodawerk den Einstieg in die Elektromobilität in Ostafrika.

Divine Bamboo, Uganda

(Kategorie 5: Sonderpreis: Energiezugang und UN-Nachhaltigkeitsziel 7)
„Divine Bamboo“ betreibt und fördert den Anbau von schnell wachsendem Bambus, der für den Verkauf und die Produktion von sauberer Holzkohle und Briketts bestimmt ist. Dafür werden vor allem Frauen ausgebildet. Bislang wird in Uganda fast ausschließlich Holz und Holzkohle zum Kochen verwendet. Bambusbriketts kosten weniger, brennen länger und verursachen weniger Rauch. Ziel ist es, nachhaltige Bioenergie zugänglich zu machen und das Abholzen von Wäldern zu stoppen. Das Modell ließe sich auch auf andere Regionen übertragen.

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