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Drei Millionen Euro für das Start-up „smaXtec“ free

„smaXtec“ entwickelt Sensoren, die der Landwirt in den Pansen seiner Kühe einsetzt. Die Sensoren geben ihm Einblicke in die Körpertemperatur, die Bewegungsaktivität oder das Trinkverhalten seiner Tiere. (stock.adobe/ Syda Productions)

Das Pansensensor-Start-up „smaXtec“ aus Österreich konnte sich ein Investment in Höhe von drei Millionen Euro sichern. Das Gründerteam hat ehrgeizige Ziele und möchte diese mit dem frischen Kapital erreichen.

Das Start-up smaXtec aus Österreich vertreibt Pansensensoren für das Gesundheitsmonitoring von Milchkühen. Für die Weiterentwicklung sammelte das junge Unternehmen nun 1,4 Mio. € Wachstumskapital ein. Zusätzlich kann smaXtec je nach Bedarf weitere 1,6 Mio. € von den Investoren abrufen. Unter den Investoren der Serie A-Runde sind die ZEN 11 Holding, Michael Wachsler-Markowitsch, Finanzvorstand der ams AG, CTG Graz und der IT-Unternehmer Heinrich Schlünken. Mit dem neuen Kapital möchte smaXtec vor allem wachsen und die Pansensensoren weiterentwickeln.

Ziel: 1,5 Prozent aller Milchkühe sollen einen smaXtec-Sensor tragen

Gründer Stefan Rosenkranz sagt dazu: „Unser Ziel ist, dass in vier Jahren 1,5 Prozent aller Milchkühe weltweit in kommerziell geführten landwirtschaftlichen Betrieben einen smaXtec-Sensor tragen. Gleichzeitig entwickeln wir das System fortlaufend weiter, um unseren Technologievorsprung auszubauen.“ Rund 60.000 Sensoren sind nach Angaben des Start-ups im Einsatz. Eine Zertifizierung für rund 70 Länder liegt dem Jungunternehmen vor. Darunter fallen neben europäischen Staaten etwa auch Australien, USA, Israel und Südkorea. Im deutschsprachigen Markt soll das System auf 300 Betrieben zum Einsatz kommen. Aber nicht nur smaXtec arbeitet mit Pansensensoren. So entwickelt das Start-up „dropnostix“ ein ähnliches Produkt.

Über smaXtec

Die Österreicher Stefan Rosenkranz und Mario Fallast gründeten smaXtec 2009 in Graz. Das Unternehmen entwickelt Sensoren, die der Landwirt in den Pansen seiner Kühe einsetzt. Der Sensor ähnelt einem sogenannten Bolus, einer großen Langzeittablette für Kühe. Dieser arbeitet selbstständig, wartungsfrei und bleibt für immer im Pansen. Er misst die Körpertemperatur, die Bewegungsaktivität und das Trinkverhalten der Kuh. Ein Programm wertet die Daten in Echtzeit aus und erkennt Kühe, die brünstig sind oder kurz vor der Abkalbung stehen.

Durch das Bestimmen der Temperatur ist auch ein Gesundheitsmonitoring möglich. In einer erweiterten Version ermittelt der Sensor auch den pH-Wert im Pansen. Das gibt dem Landwirt Hinweise für sein Futtermanagement. Nur knapp ein Zehntel der Kühe müssen den speziellen pH-Wert-Bolus im Pansen haben, damit der Landwirt Rückschlüsse auf den pH-Wert der gesamten Herde ziehen kann.

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