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EIT Food: Förderung und Matchmaking für Start-ups free

EIT Food fördert Innovationen im Agrar- und Ernährungsbereich. In Quakenbrück und Weihenstephan zeigten sich kürzlich Erfolge. (Foto: Retha Ferguson/pexels)

Das Europäische Institut für Innovation und Technologie (EIT Food) machte kürzlich gleich zweimal von sich reden: Am Deutschen Institut für Lebensmitteltechnik (DIL) in Quakenbrück startete das europäische Seedbed-Programm. Online trafen sich Agrar- und Food-Start-ups mit Akteuren aus der Wirtschaft.

Die Ernährungsbranche steht vor anhaltenden Veränderungen. Aufgabe des Europäischen Instituts für Innovation und Technologie (EIT Food) ist es daher im Auftrag der EU, im Agrar-, Lebensmittel- und Ernährungssystem Innovationen zu fördern und die Transformation zu unterstützen. Kürzlich vermeldeten gleich zwei EIT-Standorte erfolgreiche Start-up-Aktivitäten:

Seedbed-Programm am DIL gestartet

So unterstützt das EIT Food Pre-Accelerator-Programm „Seedbed“ Gründerteams, Start-ups und Entrepreneure aus dem Agrar- und Lebensmittelsektor, die noch ganz am Anfang ihrer Idee stehen. Das europäische Programm wird in Deutschland am Deutschen Institut für Lebensmitteltechnik (DIL) in Quakenbrück ausgetragen. Das einwöchige Bootcamp für europäische Start-ups konnte nun Corona-bedingt nicht am Institut stattfinden. Die teilnehmenden Gründerteams erhielten ihre Kurse und Workshops jedoch in digitaler Form.

Sieben Start-ups aus Belgien, Luxemburg, der Niederlande und Deutschland qualifizierten sich im Bootcamp für die nächste Runde. Aus Deutschland sind folgende Teams dabei:

  • Frudist aus dem Artland: schonende Trocknung von Früchten
  • LAVACHE! ebenfalls aus dem Artland: funktionelle und süße Leckereien auf pflanzlicher Basis, hergestellt aus  Frucht- und Gemüsepürees, die mit Vitamin B12 angereichert sind
  • Kulero aus Göttingen: Essbare Löffel aus gebackendem Teig
  • Dip’its aus Hohenheim: Dips, die aus Nebenströmen der Lebensmittelindustrie hergestellt werden
  • Eatly aus München: Fermentierter Flüssigteig für die Pfanne
Das Bootcamp konnte nicht am DIL, aber ganz digital stattfinden. (Screenshot: DIL)

Chance auf bis zu 20.000 €

Aktuell sind die Programmteilnehmer im Gespräch mit potenziellen Kunden und Vertriebspartnern und prüfen, wie die Marktakzeptanz des Angebotes eingeschätzt wird. Auf Basis dessen entwickeln die Teams ihre Angebote entsprechend weiter.

Im Laufe des Jahres erfolgt das „finale Pitching“ bei dem eine Jury den Gewinner ermittelt. Die Seedbed-Teilnehmer erhalten bis zu 1.000 € für die Teilnahme am Bootcamp und bis zu 10.000 € für Kosten, die im Zusammenhang mit Kundengesprächen, der Weiterentwicklung, Marketingkosten und der Teilnahme am finalen Pitching entstehen. Die Gewinner des Finales erhalten noch einmal bis zu 20.000 €, um ihre Idee zum Erfolg zu führen.

Matchmaking Agrar und Food

In der vergangenen Woche organisierte EIT Food-Standort mit Sitz am Wissenschaftszentrum Weihenstephan in Freising außerdem ein virtuelles „Matchmaking-Event“. Projektleiterin Mira Schütze lud zehn Start-ups in den digitalen Raum, wo sie Unternehmen und Verbände wie auch Ministerien aus der Agrikultur- und Food-Branche treffen konnten: Von John Deere über Herbstreith & Fox oder dem Bayerischen Wirtschaftsministerium bis zum Bayerischen Bauern-Verband.

Auf einer speziellen Plattform konnten sich die Online-Besucher nach den Kurz-Präsentationen der Start-ups in verschiedene Chat-Räume begeben und sich face-to-face mit den Gründern austauschen. Es präsentierten sich die Gründerteams folgender Jungunternehmen:

  • Farminsect
  • Haip
  • Bosetein
  • FreshIndex
  • Datenberg
  • COGZ
  • Mitakus analytics
  • C!RCLY
  • Senorics
  • Spoontaianable

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