Gründerwerkstatt Perspektivwechsel

Erasmus for Start-ups free

Eine Erasmus-Initiative fördert den europaweiten Austausch von Ideen und Know-how zwischen Start-ups und Unternehmen. (Foto: stock.adobe/ xtock)

Gründer mit etablierten Unternehmern europaweit vernetzen – dieses Ziel hat sich das Projekt „Erasmus for Young Entrepreneurs“ gesetzt. Auch gesucht: Teilnehmer aus der Landwirtschaft.

Der europäische Austausch kann für Gründer und Gründerinnen in der Anfangsphase nützlich sein. Der Blick über den Tellerrand, neue Innovationen zu entdecken sowie sich ein europäisches Netzwerk aufzubauen, spielen ihnen in die Karten.

Das Projekt „Erasmus for Young Entrepreneurs“ ermöglicht dies bereits seit 10 Jahren. Die Initiative der europäischen Kommission hat sich zum Ziel gesetzt, Gründer und etablierte Unternehmer europaweit zu vernetzen. In einem mehrmonatigen Austausch arbeiten Gründer in einem Unternehmen aus einem anderen EU-Staat mit.

Gründer können sich so Inspirationen in einem etablierten Unternehmen für ihr Start-up holen. Sie arbeiten an einem Projekt ihrer eigenen Branche. Besonders in der Anfangsphase kann dies nützlich sein, so der Ansatz. Der Unternehmer dient als Mentor für den jungen Gründer. Er profitiert selbst durch die Innovationskraft und die modernen Ideen eines jungen Start-ups.

Wer kann sich anmelden?

Das Programm sucht Gründer und Gründerinnen, die ihr eigenes Start-up planen oder bereits in den vergangenen drei Jahren ein Unternehmen gegründet haben. Sie erhalten eine monatliche Finanzierung von der EU, mit der sie ihre Lebenshaltungskosten decken können. Je nach EU-Land liegt sie zwischen 530 und 1100 €. Als Partner sucht die Erasmus-Initiative erfahrene Unternehmer, die ihre Kompetenzen bereitstellen möchten.

Bereits 318 Unternehmer aus den Bereichen Agrar- und Forstwirtschaft sind europaweit bei uns registriert.

Ilviyya Gafarova, Koordinatorin von „Erasmus for Young Entrepreneurs

Adressiert: Agrar und Food

Im Gespräch mit f3 erläutert Ilviyya Gafarova, Koordinatorin von „Erasmus for Young Entrepreneurs“, dass das Projekt auch explizit Akteure aus der Agrarwirtschaft sucht. „Bereits 318 Unternehmer aus den Bereichen Agrar- und Forstwirtschaft sind europaweit bei uns registriert. Dem stehen 160 Agrar-Gründer gegenüber“, so Gafarova. „Natürlich macht auch die Foodsparte bei uns einen erheblichen Teil aus.“

Interesse geweckt? Anmelden kannst du dich hier. Für weitere Informationen können Gründer und Unternehmer auch Ilviyya Gafarova direkt kontaktieren.

Beim f3-Scheunengespräch in Osnabrück wurde auch der deutsche Newbie-Award an die Schäferei Stücke verliehen. Newbie ist ein europaweit agierendes Programm. (Foto: Schildmann)

Newbie: Ideen von Querdenkern

Ein weiteres europaweites Projekt ist der Newbie-Wettbewerb. Dieser richtet sich an Hofnachfolger und Start-ups, Quer- und Neueinsteiger in die Landwirtschaft oder aus der Wissenschaft, die sich mit innovativen Agrar-Ideen eine Existenz aufbauen wollen. Newbie wird durch verschiedene Universitäten und Verbände aus Europa unterstützt. In Deutschland ist die Fachhochschule Südwestfalen und der Bund der deutschen Landjugend (BDL) Träger des Projektes.

Jährlich wird der Newbie-Award in den einzelnen Nationen und ein europaweiter Gesamtpreis vergeben. In diesem Jahr gewann die Schäferei Stücke den deutschen Newbie-Award. Der landwirtschaftliche Betrieb überzeugte die Jury mit einem ausgefeilten Vermarktungskonzept. Die Verleihung fand im Rahmen des f3-Scheunengespräches in Osnabrück statt.

Hat dir der Beitrag gefallen?

Alle Meldungen, Beiträge und Reportagen liest du als f3-Mitglied. Jetzt anmelden und alle Vorteile sichern!

Mitglied werden