farm Wunschkonzert

Escape Room auf dem Bauernhof?

Anstatt in einen neuen Kuhstall zu investieren, möchte Florian Wallner in den Tourismussektor einsteigen. (Foto: Wallner)

Landwirtschaftsmeister Florian Wallner (31) führt einen Milchviehbetrieb in Bayern. Durch einen Nebenjob bekommt er Einblicke in die Tourismusbranche. Im Wunschkonzert berichtet er, wie er diese Erfahrungen auf seinem Hof einbringen möchte.

„Ich führe einen konventionellen Milchviehbetrieb mit 70 Kühen und 65 ha Fläche in der Gemeinde Pegnitz in Bayern. Der Laufstall ist bereits in die Jahre gekommen. Grundsätzlich möchte ich meinen Hof weiterentwickeln. Jedoch mit etwas Neuem. Denn die aktuelle Lage der Landwirtschaft erfordert ein Umdenken. In meiner Region gibt es zukunftsorientierte Biogasanlagen und Milchviehhalter - die Pachtpreise steigen stark. Um sich hier behaupten zu können benötigt man einen Ellbogencharakter, von dem ich mich aber bewusst distanziere. Daher bin ich auf der Suche nach Betriebszweigen, die mit wenig Fläche auskommen.

Denn die aktuelle Lage der Landwirtschaft erfordert ein Umdenken.

Florian Wallner

Viele Ideen

Ich habe keine Angst, mich an etwas Neues heranzuwagen, wenn ich das lange genug durchdacht habe. In den vergangenen Jahren ist das Interesse, mit Menschen zusammen zu arbeiten, ständig gewachsen. Seit sechs Jahren arbeite ich nebenbei für ein Outdoor-Unternehmen, das Kajaktouren, Höhlenbarbeques und weitere Aktivitäten anbietet. Es erfüllt mich, den Kunden einen schönen Tag zu bereiten. Das Geschäftsmodell möchte ich auf meinen Bauernhof übertragen. Als ersten Schritt könnte ich mir einen Escape-Room oder einen Kletterpark in einer Scheune vorstellen. Der landwirtschaftliche Bezug soll aber nicht verloren gehen. Der Hof würde den Gästen eine zusätzliche Attraktion bieten. Ganz nebenbei betreibe ich dadurch Öffentlichkeitsarbeit. In der Landwirtschaft könnte ich mir von Alpaka- bis Hühnerzucht alles vorstellen. Da bin ich noch ganz offen. Auch habe ich schonmal über die Insektenzucht nachgedacht. Es wäre doch etwas, den Gästen eine so exotische Nische zeigen zu können.

Es erfüllt mich, den Kunden einen schönen Tag zu bereiten.

Florian Wallner

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Landwirtschaftsmeister Florian Wallner (31) führt einen Milchviehbetrieb in Bayern. Durch einen Nebenjob bekommt er Einblicke in die Tourismusbranche. Im Wunschkonzert berichtet er, wie er diese Erfahrungen auf seinem Hof einbringen möchte.

„Ich führe einen konventionellen Milchviehbetrieb mit 70 Kühen und 65 ha Fläche in der Gemeinde Pegnitz in Bayern. Der Laufstall ist bereits in die Jahre gekommen. Grundsätzlich möchte ich meinen Hof weiterentwickeln. Jedoch mit etwas Neuem. Denn die aktuelle Lage der Landwirtschaft erfordert ein Umdenken. In meiner Region gibt es zukunftsorientierte Biogasanlagen und Milchviehhalter – die Pachtpreise steigen stark. Um sich hier behaupten zu können, benötigt man einen Ellbogencharakter, von dem ich mich aber bewusst distanziere. Daher bin ich auf der Suche nach Betriebszweigen, die mit wenig Fläche auskommen.

Die aktuelle Lage der Landwirtschaft erfordert ein Umdenken.

Florian Wallner

Viele Ideen

Ich habe keine Angst, mich an etwas Neues heranzuwagen, wenn ich das lange genug durchdacht habe. In den vergangenen Jahren ist das Interesse, mit Menschen zusammen zu arbeiten, ständig gewachsen. Seit sechs Jahren arbeite ich nebenbei für ein Outdoor-Unternehmen, das Kajaktouren, Höhlenbarbeques und weitere Aktivitäten anbietet. Es erfüllt mich, den Kunden einen schönen Tag zu bereiten. Das Geschäftsmodell möchte ich auf meinen Bauernhof übertragen.

Es erfüllt mich, den Kunden einen schönen Tag zu bereiten.

Florian Wallner

Als ersten Schritt könnte ich mir einen Escape-Room oder einen Kletterpark in einer Scheune vorstellen. Der landwirtschaftliche Bezug soll aber nicht verlorengehen. Der Hof würde den Gästen eine zusätzliche Attraktion bieten. Ganz nebenbei betreibe ich dadurch Öffentlichkeitsarbeit. In der Landwirtschaft könnte ich mir von Alpaka- bis Hühnerzucht alles vorstellen. Da bin ich noch ganz offen. Auch habe ich schonmal über die Insektenzucht nachgedacht. Es wäre doch etwas, den Gästen eine so exotische Nische zeigen zu können.

Das Alleinstellungsmerkmal: Tourismus auf dem Bauernhof

Die Verbindung von Landwirtschaft und Tourismus wäre mein Markenzeichen. Es würde mich gegenüber anderen Anbietern von Freizeitaktivitäten absetzen. Positiv ist auch die räumliche Nähe zur Stadt Nürnberg, Bayreuth und der Fränkischen Schweiz – einer Region, die vom Tourismus geprägt ist. Wenn die ersten Schritte gut funktionieren, könnte ein kleines, idyllisches Hofcafe folgen. Selbst bin ich nämlich Hobby-Barista – alles rund um Kaffee und Cappuccino ist meine Leidenschaft. Außerdem wären ein Camping- oder Zeltplatz eine gute Ergänzung. Aber erstmal einen Schritt nach dem anderen. Aktuell bin ich in der Ideenfindung.

Auf der Suche nach einem Partner

Zu meinen Stärken gehört eine praktische Veranlagung: Ich baue gerne Sachen und bin erfinderisch mit alten Dingen und heimischen Rohstoffen. Ich sehe die Zukunft meines Betriebes in der Tourismusbranche, jedoch ist die Suche nach einem geeigneten Partner nicht einfach.“