Am von Justin Brinkmann

Agri-Food-Abschlussveranstaltung

Agrar- und Ernährungsbranche: Visionen für die Zukunft

Klimawandel, Globalisierung, ökonomische Rahmenbedingungen: Die Agrar- und Ernährungsbranche sieht sich mit vielen Anforderungen konfrontiert – und steht unumgänglich vor einem Umbruch. Wie geht sie mit den Herausforderungen um? Und wie muss sich die Region Niedersachsens in den nächsten 20 Jahren entwickeln, um konkurrenzfähig zu bleiben?

Am Ende sind es viele unstrittige Ziele, die die Agrar- und Ernährungsbranche in den nächsten 20 Jahren erreichen muss. Mehr Tierwohl, mehr künstliche Intelligenz und weniger Planungsunsicherheiten standen ganz oben auf der Agenda. Außerdem wurde klar: Die Gestaltung der Zukunft gelingt nur, wenn die Akteure der Wertschöpfungskette zusammenarbeiten. Alleingänge, z.B. der Politik, tragen nicht zur Lösung der kommenden Herausforderungen bei. Zu diesem Ergebnis kamen Vertreter aus Landwirtschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, die in der vergangenen Woche bei einer Diskussionsrunde der Uni Vechta über die Zukunft der Landwirtschaft im Nordwesten debattierten.
Das Motto: „Transformation durch Innovation“.
Auszug/ Uwe Bartels, Vorsitzender des Agrar- und Ernährungsforums Oldenburger Münsterland (AEF)

„Die Operation am offenen Herzen“

„Die Landwirtschaft steht mitten in einem Prozess grundlegender Transformation“, verkündete Uwe Bartels, Vorsitzender des Agrar- und Ernährungsforums Oldenburger Münsterland (AEF). Um die aktuellen Herausforderungen unter einen Hut bringen zu können, müssen die Landwirte die Transformation aktiv mitgestalten, forderte er. Das Motto: „Transformation durch Innovation“. Für die Realität sei dies mit einer Operation am offenen Herzen zu vergleichen. Denn alle Anforderungen müssten unter Berücksichtigung knapper werdender Produktionsfaktoren, wirtschaftlichen Aspekten und wachsendem Weltmarkt erfüllt werden. Es müsse konsequent auf Fortschritt und neue Technik gesetzt werden. Gleichzeitig sei die Politik aber auch gehalten, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen.

Die Abschlussveranstaltung des „Verbundes Transformationforschung agrar Niedersachsen“ lockte über 190 interessierte Zuhörer und endete in einem lebhaften Austausch. (Bildquelle: uni-vechta.de)

Zustimmung erhielt er von Dr. Henning Müller, zweitem Vorsitzenden des AEF. Im Hinblick auf die Digitalisierung gab Müller zu Bedenken: „Sowohl die landwirtschaftlichen Betriebe, aber auch die größten Unternehmen der Region, werden das alleine nicht schaffen. […] Wir sind da auf die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen und den Forschungseinrichtungen...


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