Am von Julia Hufelschulte

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Neue Ideen in der Landwirtschaft

Als Quereinsteiger zum eigenen Schlachthof

Es begann mit dem Kauf eines kleinen Bauernhofs, zwei Schweinen und dem Hotelgewerbe. Mittlerweile besitzt Tim einen beachtliche Freilaufschweinebestand, Direktvermarktung und ist jüngst in einem Schlachthof eingestiegen. Warum, erzählt uns der Gründer im Interview. 

In eineinhalb Jahren hat sich Tim Spitzer aus Lienen in NRW als Quereinsteiger aus der Hotelbranche zum Schweinebauern mit Direktvermarktung entwickelt. Mit seiner Marke „Tims Hofladen“ bringt er das Fleisch von Iberico- und Bentheimerschweinen an die Kundschaft. Zudem arbeitet er bei der Vermarktung mit anderen Landwirten zusammen und denkt den Produktionskreislauf zu Ende: Gerade erst ist er mit  zwei weiteren Personen in einen Schlachthof eingestiegen. Hier will er sich die Kunden selbst aussuchen. 

Tim hat beim Start seiner Geschäftidee direkt viel Wert auf ein gutes Marketing gelegt. Das hat geholfen, Kunden zu gewinnen.  (Bildquelle: Kai Pohlkamp)

f3 – farm. food. future. : Tim, du hast bis zum Start der Coronakrise in der Hotelbranche gearbeitet. Wie kamst du von dort zur Landwirtschaft? 
Tim Spitzer: Vor rund drei Jahren habe ich nach langer Suche einen alten Bauernhof gekauft, auf dem wir seitdem wohnen. An einem Abend mit viel Bier kam die Idee auf, ein paar Schweine zu halten. Schon am nächsten Tag haben wir uns zwei Bentheimer geholt. Derweil habe ich noch in einem Hotel gearbeitet. Die ersten Schweine habe ich direkt an das Hotel verkauft. Aus zwei Tieren wurden recht schnell sechs.  Dann kam die Coronakrise und das Hotel machte zu. Meine Schweine habe ich nach der Feinzerlegung klassisch über WhatsApp und andere Kontakte an Bekannte verkauft. Wir haben darauf mit Werbung über Soziale Medien begonnen und im Mai 2020 stand schon das Logo für „Tims Hofladen“. Im Dezember des selben Jahres habe ich den ersten Hofverkauf mit Fleisch von meinen Tieren und von mir ausgewählten anderen Tierhaltern gestartet. Mittlerweile halte ich rund 210 Schweine in Freilaufhaltung, die ich komplett selbst vermarkte. 

Andrej Babitz hat seine landwirtschaftliche Nische gefunden. Er züchtet das Wollschwein und vermarktet das Fleisch hochpreisig. Am liebsten würde der Quereinsteiger den Betrieb im Vollerwerb...

f3 – farm. food. future. : Also ein klassischer Quereinstieg. Woher hast du denn das Knowhow zur Schweinehaltung? 
Tim Spitzer: Ehrlich gesagt waren unsere größten Ausgaben im ersten...


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