Am von Anja Rüweling

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Bedarfsgerechte Düngung mit Handmessgerät und App

Das Start-up „Phytoprove Pflanzenanalytik“ gewann kürzlich den Gründungspreis der Leibniz-Gemeinschaft für ihr Gerät, das Stickstoff- und Wassergehalte in Pflanzen misst. Im Interview erzählt Gründer Thomas Berberich, wofür er das Preisgeld von 50.000 € nutzen will.

f3 - farm.food.future: Wer seid ihr und was macht ihr?

Thomas Berberich: Unser Start-up "Phytoprove Pflanzenanalytik" ist eine Ausgründung des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums in Frankfurt am Main. Mit unserer Firma entwickeln und vertreiben wir Messgeräte und -vorrichtungen, mit denen schnell und nicht-invasiv, also ohne die Pflanzen zu beschädigen, deren Stickstoff- und Wasserversorgung ermittelt werden kann. Und zwar zu einem Zeitpunkt, wenn Schädigungen durch Mangel noch nicht äußerlich sichtbar sind. Dies erlaubt dann, rechtzeitig und entsprechend dem tatsächlichen Bedarf der Pflanzen zu düngen und zu bewässern.

Die Weiterentwicklung zur Anwendung an Landmaschinen und Drohnen wird Kunden in der Landwirtschaft bedienen.

Thomas Berberich

f3: Für wen eignen sich eure Messgeräte? Was ist eure Zielgruppe?

Thomas Berberich: Mit unseren Handmessgeräten und der dazugehörigen App auf Mobiltelefonen oder Tablets sprechen wir sowohl private Nutzer als auch professionelle Pflanzenbauer an. Die Weiterentwicklung zur Anwendung an Landmaschinen und Drohnen wird Kunden in der Landwirtschaft bedienen. Das heißt, dass mit der Anwendung unserer Produkte jeder Nutzer bedarfsgerecht düngen kann - ob Gemüsebauer, Gärtner und Grünflächenamt, Hobby- und Kleingärtner (Stichwort Urban Gardening) oder Landwirt und Weinbauer. Das spart Ressourcen, Geld und schont dabei noch die Umwelt, weil eine Überdüngung vermieden wird.

Nicht-invasive Messungen an der Pflanze

f3: Was ist das Besondere an eurem Messverfahren?

Thomas Berberich: Unser zur Patentierung...