Am von Maike Schulze-Harling

Berkshire-Schweine: Mehr Geschmack und mehr Tierwohl

Fein mamoriertes Fleisch gibt es von Berkshire-Schweine, die René Roberg auf seinem Hof hält. Er und sein Partner Uwe Jerathe möchten ihren Kunden damit einen geschmacklichen Mehrwert bieten.

Dieser Artikel ist zuerst erschienen in top agrar 03/2020.

René Roberg hält 850 dänische und 15 Berkshire Sauen im niedersächsischen Essen. Berkshire ist das Wagyu-Rind unter den Schweinen: Sie liefern ein fein marmoriertes Fleisch mit einem hohen Anteil an intramuskulärem Fett. Der 29-Jährige hat sich unter anderem für die Rasse entschieden, weil sie in Deutschland selten vorkommt.

René wollte neben seinem konventionellen Betriebszweig noch ein weiteres Standbein auf seinem Betrieb etablieren, um für die Zukunft aufgestellt zu sein. Zusätzlich zu der außergewöhnlichen Rasse Berkshire bietet der Sauenhalter seinen Abnehmern auch Fleisch aus besonderer Haltung an.

René Roberg baut sich durch andere Standards und eine besondere Rasse eine eigene Marke auf. (Bildquelle: Heil)

„Ich wollte meinen Kunden einen geschmacklichen Mehrwert bieten. Nur allein auf mehr Tierwohl zu setzen, reichte mir nicht“, begründet er sein Vorgehen. Daher entschied er sich, die Sauen in 8 m² großen Buchten frei abferkeln zu lassen. Außerdem hat er für die Tiere im Wartestall einen Strohbereich eingerichtet. Den Schweinen kopiert er die Schwänze nicht und in der Mast bekommen sie 20% mehr Platz als seine anderen 4000 Mastschweine aus den dänischen Sauen.

Konventionell weiterwirtschaften will er...