Am von Julia Hufelschulte

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Pflanzenschutz

Blattgrün-Sensor soll Herbizide sparen

Pflanzenschutzmittel nur dort ausbringen, wo sie gebraucht werden. Das soll ein neuer Sensor für Feldspritzen ermöglichen. 

Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln steht auf dem Prüfstand. Die Firma Premosys hat vor diesem Hintergrund einen Sensor entwickelt. Das sogenannte multispektrale True-Color-Sensorarray erkennt Pflanzen und kann diese anhand ihrer Farb- und Reflexionseigenschaften zwischen Kulturpflanzen und Unkräutern unterscheiden. Die Technik kann auf der Feldspritze  befestigt werden und sei auf unterschiedlich beschaffenen Flächen einsetzbar. Das teilt die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit. Sie hat die Entwicklung mit einer Förderung von 398.000 € unterstützt. 

Verschiedene Einsatzgebiete

„Das neue Sensor-Verfahren ermöglicht auch deshalb, Pflanzenschutzmittel in beträchtlichem Maß zu reduzieren, weil es nur bei Bedarf an der Stelle zur Unkrautbekämpfung kommt, wo eine Konkurrenzpflanze steht“, erläutert Projektleiter Matthias Kuhl. So könnten bei der Beseitigung von Ampfer im Zuckerrübenanbau mehr als 90 % des bisherigen Herbizideinsatzes vermieden werden. Der Sensor ist laut DBU zudem anpassbar und soll somit nicht nur auf dem Acker sondern auch in anderen Einsatzgebieten genutzt werden: für Brachland, abgeerntete oder befestigte Flächen, an Bahndämmen sowie bei Getreideflächen, Grünland oder Untersaaten im Ökolandbau.

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