Am von Caroline Schulze Stumpenhorst

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Das technologische Wettrennen hat begonnen – Ausgang ungewiss

Die Weltbevölkerung wächst, das Agrarland schrumpft – Precision Farming ist nur eine der Techniken, die diese wachsende Lücke schließen soll. Doch ist das ausreichend? Eine Studie der Roland Berger Unternehmensberatung plädiert klar dafür. 

10 Mrd. Menschen werden 2050 auf unserer Erde leben - 10 Mrd. Menschen, die ernährt werden wollen. Eine Aufgabe, die ausschließlich die Landwirtschaft erfüllen muss. 2050 wird jedoch nur noch ein Viertel so viel Fläche pro Kopf zur Verfügung stehen, wie noch vor 60 Jahren. So weiter machen wie bisher, ist also keine Option. Das ist das Ergebnis einer Studie der Roland Berger Unternehmensberatung. Ihr Titel „Farming 4.0: How precision agriculture might save the world“ zeigt auch direkt die Lösung auf: Ein Plädoyer für digitalisierte und intelligente Landwirtschaft.

Traditionell geringe Risikoaffinität

Doch nicht nur das Bevölkerungswachstum bereitet den Herausgebern Sorgen. Für ebenso schwierig halten sie das steigende Alter der aktiven Landwirte und der finanzielle Druck, unter dem sie stehen. Gekoppelt mit ihrer traditionell geringen Risikoaffinität sei es für Landwirte besonders schwer, in unbekannte Technologien zu investieren. Doch genau das sei der Weg, den Herausforderungen zu begegnen, heißt es in der Studie.

Nur die digitale Landwirtschaft ist ein Wachstumsmarkt, der es schaffen kann, jährlich knapp 13 % zuzulegen.

Roland Berger

Einige Zahlen sollen die These stützen: Insgesamt flossen allein 2017 weltweit rund 4,2 Mrd. US-Dollar in den Bereich Agrar- und Lebensmitteltechnologie. Als deutscher Vorreiter wird der Bayer-Konzern genannt: Das Unternehmen habe ein Team von mehr als 400 Fachleuten zusammengestellt...