Am von Caroline Schulze Stumpenhorst

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Der Wald braucht Ideen

Europas Wälder erleben ein Waldsterben 2.0. Um diesem Phänomen entgegenzuwirken haben sich vergangene Woche Forst-Innovator*innen aus Wirtschaft und Wissenschaft bei einem zweitägigen Event im Harz getroffen. Organisiert vom Future Forest Forum hatten Waldbesitzer*innen, Unternehmer*innen, Gründer*innen, Investor*innen die Möglichkeit, neue Lösungsansätze und Handlungsstrategien für den Wald zu entwickeln. 

Europa erlebt momentan ein Waldsterben von historischem Ausmaß. Alleine im Harz ging in den vergangenen drei Jahren eine Waldfläche von über 20.000 Hektar verloren. Wichtigste Ursache ist eine Klimawandel bedingte Zunahme von Extremwetterereignissen wie Dürren und Stürmen. Diese werden voraussichtlich nicht nur die Fichte dauerhaft aus vielen Wäldern verdrängen, sondern schädigen bereits heute auch Buche und Eiche – Baumarten, die eigentlich als an den Klimawandel angepasst gelten.

Neue Geschäftsmodelle

Es trafen sich rund 90 Gründer*innen, Investoren*innen, Waldbesitzer*innen, Unternehmensvertreter*innen und Wissenschaftler*innen, um gemeinsam Lösungen für den Wald der Zukunft zu entwickeln.  Die Ideen reichten von Pflanzrobotern für die großen Kahlflächen der Wälder über die Nutzung von CO2-Zertifikaten als zusätzliche Einnahmequelle bis hin zu Agroforst-Ansätzen, die den Schutz der Artenvielfalt mit der Produktion von Edelkastanien und Honig verbinden soll. Neben den Ansätzen rund um neue Technologien, Digitalisierung oder Automatisierung für den Einsatz im Forst, galt ein besonderes Augenmerk der Etablierung neuer...