Am von Caroline Schulze Stumpenhorst

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KI in der Landwirtschaft

Diese Top 5 Drohnen Start-ups gehen in die Luft

Künstliche Intelligenz hat schon lange Einzug in die moderne Landwirtschaft erhalten. Pflanzenkrankheiten, Erntemengen, Dränagendetektion – es gibt viele Felder, die Start-ups aus der Luft beackern. f3 stellt die Top 5 Agrar-Start-ups vor, die auf Drohnen-Technologie setzen.

HAIP Solution

Die vier Gründer des Start-ups „HAIP Solutions“ setzen auf  eine Drohne, die eine sogenannte Hyperspektralkamera trägt und automatisiert Ackerschläge auf der Suche nach bevorstehenden Krankheiten abfliegen soll. Das Ziel: Pflanzenschutzmittel sparen, Erträge und damit Gewinne sichern. Basis ist die Nanotechnologie: Mithilfe an einer Drohne befestigten Spezialkamera machen die Gründer Aufnahmen der Blattoberflächen. Ein möglicher Krankheitsbefall oder Mangelerscheinungen werden dabei sichtbar – jedoch nicht für das menschliche Auge. Erst beim Einsatz der Hyperspektralkamera wird beispielsweise eine Verfärbung und damit Pflanzenstress sichtbar. f3 – farm. food. future. hat mit den Gründern über ihre Hightech-Idee gesprochen. Hier geht es zum Artikel.

Mithilfe von hyperspektralen Kameras lassen sich Pflanzenkrankheiten frühzeitig erkennen.  (Bildquelle: Eva Piepenbrock / Landwirtschaftsverlag GmbH)

APUS SYSTEMS

Das Drainagesystem unter Deutschlands Acker- und Grünlandflächen ist größtenteils reparaturbedürftig. Doch wie soll man etwas reparieren, von dem man nicht weiß, wo es liegt? Eine Frage, die das Start-up "Apus Systems" lösen möchte. Das Start-up setzt auf Luftbilder, um ein digitales Drainagen-Kataster zu erstellen. f3 – farm. food. future. hat mit den Gründern von Apus Systems gesprochen. Hier erfahrt ihr mehr zu ihrer Geschichte.

Mithilfe einer Drohne nehmen die Gründer Luftbilder auf.  (Bildquelle: Apus Systems)

Fairfleet

Wer auf der Suche ist, nach Bildern und Daten aus der Luft, kann bei FairFleet anklopfen. Das Unternehmen aus München verfügt über mehr als 3.000 Piloten aus 85 Ländern. Die Piloten setzten zum Überfliegen von Unternehmen, Landwirtschaftsbetrieben, Windrädern oder PV-Anlagen ihre eigene professionelle Technik ein. Die Einsatzgebiete variieren von Kitzrettung bis Immobilienfotos. Das Steckenpferd des Unternehmens ist jedoch die Auswertung der dabei entstehenden Daten. 

Mittels Drohnen-Technologie sammelt das Start-up FairFleet Daten und wertet sie für ihre Kunden aus. (Bildquelle: FairFleet)

SAM Dimension

Um das Erkennen von ungewünschtem Feldbesatz geht es bei „Sam-Dimension". Das Start-up aus dem Osnabrücker Seedhouse wertet Drohnenbilder von Ackerschlägen aus. „Die KI identifiziert daraus die Unkräuter und unterscheidet sie von den Kulturpflanzen", erklärte Gründer Dr. Robin Mink. Daraus wollen sie Applikationskarten berechnen, die der Landwirt auf seine Feldspritze einpflegt. Diese spritzt dann nur dort, wo auch Unkräuter stehen. Aktuell verbessert das Start-up die Kartierung in der Praxis. Die Landwirte würden großes Interesse an der Entwicklung zeigen. Derzeit befindet sich das Start-up noch in der Seed Stage .

Welche Rolle spielen Drohnen- und Satellitenbilder beim Precision Farming? Welche Art Sensoren und Kameras sind im Einsatz? Welche Anwendungen sind denkbar? Einblicke in ein breites Forschungsfeld...

Fliegende Wildretter

Insbesondere beim ersten Grasschnitt besteht die Gefahr, dass Rehkitze und Hasen bei der Ernte zu Schaden kommen. Denn die jungen Tiere haben noch keinen Fluchtinstinkt und verschwinden beim Herannahen der Erntemaschinen nicht von ihrem Platz. Das Problem: Im hohen Gras sind die Kitze ohne Hilfsmittel schwer zu finden und Vergrämungsmethoden zeigen nicht immer Erfolg. Die „Fliegenden Wildretter“ haben ein Verfahren entwickelt, mit dem möglichst effektiv durch den Einsatz von Drohnen vor der Ernte die Felder im Frühjahr abgesucht werden können. 


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