Am von Julia Hufelschulte

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Ernährung

Digital den Hunger bekämpfen

Spannende digitale Ideen können die Direktvermarktung in der Landwirtschaft vereinfachen, Anbaulösungen den Ressourceneinsatz verringern. Das World Food Programm (WFP) ruft Start-ups dazu auf, ihre Innovationen weiter zu denken: Kann meine Lösung zur Hungerbekämpfung beitragen? 

Aktuell leiden 690 Mio. Menschen auf der Welt an Hunger. Während in den vergangenen 20 Jahren der Trend zur Bekämpfung steigend war, ist die Entwicklung in jüngster Zeit wieder rückläufig. Können innovative Start-ups helfen, den Welthunger weiter zu bekämpfen?
Ja, sagt Bernhard Kowatsch, Gründer und Leiter des Innovation Accelerators des UN-Welternährungsprogramms in München.  Der Accelerator ging im Jahr 2015 an den Start und identifiziert, unterstützt und fördert Start-ups. 

Bernhard Kowatsch stellte den Innovation Accelerator des WFP auf einer Bitcom-Veranstaltung vor.  (Bildquelle: Screenshot Hufelschulte)

 „Wir müssen neue Wege gehen, um das Ziel eine Welt ohne Hunger zu erreichen“, sagte Kowatsch auf der kürzlich abgehaltenen Digital Farming Conference des Bitkom . Daher bündelt das Programm weltweit kluge Köpfe, die Ideen zur Hunger- und Armutsbekämpfung haben.
Dazu nannte der Experte drei Beispiele, die sich weltweit schon bewährt haben:
  1. Blockchain-Systeme: Mit den Datentransfermöglichkeiten dieser Technologie werden beispielsweise Bargeldkontos und Bezahlsysteme für Geflüchtete bereitgestellt. Durch die Blockchain müssen die Geflüchteten keine Vermittler, wie Banken, kontaktieren.  
  2. Hydroponik-Systeme, die ohne Erde und mit wenig Wasser für frische und gesunde Lebensmittel sorgen. Die Hydrokulturen  sollen den Selbstversorgungsgrad verbessern und auch Tierfutter herstellen können. 
  3. Einfacher Spenden: Mit der „Share The Meal“-App können Spender weltweit kleine Beträge spenden, mit denen dann beispielsweise Schulessen bezahlt oder Ernährungsprogramme finanziert werden.
Aktuell beschäftige sich das WFP beispielsweise mit der Verringerung von Nachernteverlusten. Sie arbeiten an Silosystem und luftdichten Säcken, die die Ernte des Jahres beständiger machen sollen. 

Eine Innovation aus dem WFP-Accelerator: Hydroponik auf kleinem Raum, die zur Ernährung beiträgt.  (Bildquelle: Screenshot Hufelschulte)

Bestehendes neu denken

Zusätzlich zum Aufruf, Innovationen in der Lebensmittelkette zu entwickeln, plädierte er auch dafür, Bestehendes frei in Richtung der Welternährung umzudenken. „Die gleiche Technologie, die wir beispielsweise für Dating Apps nutzen, kann auch für andere Zwecke sinnvoll sein“, so Kowatsch. 
Das World Food Programme wurde 1961 gegründet und erhielt in diesem Jahr erstmals den Friedensnobelpreis.


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