Am von Eva Piepenbrock

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Alternative Proteine

Fleischersatz aus Erbsen: regionale Infrastruktur aufbauen

Alle reden vom pflanzlichen Fleischersatz aus Erbsen. Doch der heimische Markt steht noch am Anfang. Um in Deutschland am Trend teilhaben zu können, braucht es bessere Infrastruktur. Auch beim Schälen und Mahlen der Leguminosen. Landwirt Matthias Hecker hat selbst investiert – und Pläne, die sich auch an andere Landwirte richten könnten.

Matthias Hecker baut Erbsen an. Er hat in eine Schälmühle investiert, um sie selbst verarbeiten zu können. Könnte er als Erzeuger von Leguminosen ein Zulieferer der Lebensmittelindustrie werden? Kann er vom vielzitierten Trend der pflanzlichen Proteine profitieren? All das möchte der Ackerbauer aus dem mecklenburg-vorpommerischen Pätschow vor den Toren Usedoms herausfinden. Dort bewirtschaftet er rund 830ha Ackerfläche auf vorwiegend leichten Böden. Aber er beobachtet den Trend zu weniger Fleisch und mehr pflanzlichen Alternativen schon lange – und will seinen Betrieb rechtzeitig darauf einstellen. Den Trend Schritt für Schritt mitgehen. „Ich glaube einfach, dass da Chancen liegen“, sagt der 45-jährige Unternehmer. „Es ist zwar eine Nische. Aber die muss man rechtzeitig besetzen. Wenn es erstmal läuft, brauche ich das nicht mehr aufgreifen.“ 

Schritt für Schritt erweitern: von Dinkel zu Erbsen 

Hecker ist überzeugt, dass sich das Verständnis für eine ausgewogene Ernährung in Zukunft noch mehr verändert. Veggieburger haben sich ja bereits am Markt etabliert. Erbsenmilch steht ebenfalls im Regal. „Deshalb bauen wir in diesem Jahr auf 40ha Erbsen an. Im kommenden Jahr sollen es 80 ha sein. Die dann erzeugten rund 300t Erbsen können wir bei uns am Hof reinigen, sortieren, aufbereiten und je nach Wunsch schälen.“ Noch befindet sich das Vorhaben in der Startphase. Aber gerade deshalb sucht der Landwirt gerade jetzt...


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