Am von Eva Piepenbrock

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Für die Obstbauern der Welt

AgTech-Start-ups arbeiten im Kreislauf der Natur. Nur, weil sie eine Schlagkartei für den Obstbau entwickeln, tragen die Bäume im Winter trotzdem keine Früchte. „Farmable“ aus Norwegen geht daher kreative Wege. Und die reichen rund um den Erdball.

Blüten ausdünnen, Schädlinge und Krankheiten im Blick behalten, entsprechend Pflanzenschutz ausbringen, düngen, schneiden, kontrollieren, dokumentieren - die Aufgaben im Obstbau sind vielseitig und werden noch dazu oft von Saisonkräften in Handarbeit ausgeführt. Das norwegische Start-up „Farmable“ will Obsterzeugern helfen, dabei nicht den Überblick zu verlieren. Das Team um Gründer Lars Petter Blikom entwickelt eine digitale Schlagkartei, die auf die Anforderungen von Obstbetrieben zugeschnitten ist. Damit die Entwicklung der App nicht von saisonalen Kreisläufen der Natur gebremst wird, geht das Start-up internationale Wege.

Ackerschlagkarteien nicht genau genug für Obstbau

Lars Petter Blikom glaubt, dass digitale Schlagkarteien, die im Ackerbau eingesetzt werden, die Bedürfnisse von Obstbauern nicht befriedigen können. Seiner Ansicht nach sind sie z. B. zu grob strukturiert, weil es nicht auf den Schlag, sondern auf die einzelne Reihe ankommt. Blikom sollte es wissen. Er leitet einen Obst- und Beerenanbaubetrieb mit 65.000 Apfelbäumen, 20.000 Pflaumenbäumen sowie rund 1 ha Erdbeer- und Himbeeranbaufläche südlich von Oslo.

Wir hätten erwartet, dass die Probleme der australischen Bauern sich mehr von denen der Norweger unterscheiden. Aber fachlich war das sehr ähnlich.

Max Bangen

„Den ersten Prototypen haben norwegische Landwirte 2018 mit uns getestet“, erzählt das deutsche Teammitglied bei Farmable, Max Bangen. Sieben Obstbauern beteiligten sich...