Am von Eva Piepenbrock

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Insektenmehl in Tierfutter - Chancen und Grenzen

Dr. Susanne Rothstein hat an der Universität Göttingen zum Thema Insekten als Proteinlieferant in der Schweine- und Geflügelernährung promoviert. Im Gespräch mit f3 gibt sie Einblicke in die Studie.

In ihrer Dissertation kommt Dr. Susanne Rothstein zu dem Schluss, dass teilentfettetes Larvenmehl aus der Schwarzen Soldatenfliege aus ernährungsphysiologischer Sicht grundsätzlich geeignet ist, um einen großen Teil des Import-Sojas im Futter für Masthähnchen und Schweine zu ersetzen. Allerdings müssen einige Aminosäuren ausgeglichen werden, die im Insektenprotein lediglich defizitär vorkommen.

Gesagt sei auch, dass das Verfüttern von Insektenmehl an Schweine und Geflügel rechtlich noch nicht geregelt ist. f3 hat mit Dr. Susanne Rothstein über die Eignung von Insektenprotein als Futtermittel gesprochen - stellt hier aber nur die wichtigsten Ergebnisse dar. Wer tiefer in die Studie eintauchen möchte, findet hier die Dissertation mit Forschungsergebnissen.


Das Interview

f3 - farm. food. future: Wieso sind Insekten überhaupt als alternative Proteinlieferanten interessant?

Dr. Susanne Rothstein (Bildquelle: f3)

Dr. Susanne Rothstein: Derzeit steckt das größte Potenzial für eine industrielle Erzeugung von Insekten als Futtermittel in der Schwarzen Soldatenfliege, der Hausfliege und dem Mehlwurm. Die Reproduktionsgeschwindigkeit von Insekten ist sehr hoch und die Substratverwertung liegt bei sehr geringem Flächenbedarf auf hohem Niveau. Als Nahrungsquelle sind diverse organische Materialien denkbar, wobei natürlich die futtermittelrechtlichen Vorgaben eingehalten werden müssen. Die Futterverwertung der Soldatenfliegenlarven ist recht hoch....