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Digitalisierung

Künstliche Intelligenz für mehr Nachhaltigkeit? 

Eine cloudbasierte Plattform mit offenen Schnittstellen für Landwirtschaft, Industrie und Serviceanbieter im Pflanzenbau soll im Projekt „Nachhaltige Landwirtschaft mittels KI“ entstehen. Der Fokus liegt auf der Vernetzung der Sensoren wie Drohnen zur Fernerkundung und Landmaschinen sowie deren drahtlosen Datenübertragung zur Cloud.

Lösungen für mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft mit Hilfe von Cloud-Diensten und Künstlicher Intelligenz (KI) verspricht das Projekt „Nachhaltige Landwirtschaft mittels KI“ (NaLamKI), für das Forscher des Fraunhofer-Instituts für Nachrichtentechnik, des Julius Kühn-Instituts (JKI) und andere ihre Expertise zusammengelegt haben.
Wie das Fraunhofer Institut erläuterte, handelt es sich bei NaLamKI um eine sogenannte Software-as-a-Service-Plattform (SaaS), auf der Geräte- und Maschinendaten als Datengrundlage für Prognosen und Entscheidungshilfen gesammelt werden. Durch die Aggregierung von Sensor- und Maschinendaten, die von Satelliten und Drohnen, Bodensensorik, Robotik, manueller Datenerhebung und Bestandsdaten gewonnen würden, entstehe ein Datenpool, aus dem landwirtschaftliche Prozesse durch moderne KI-Methoden nachhaltiger optimiert werden könnten.
Die Landwirte sollen zudem die Möglichkeit erhalten, Fragen an die KI zu stellen und mit dieser zu interagieren.
Auszug
Laut Dr. Sebastian Bosse vom Fraunhofer Institut kann das System über die Analyse von Fernerkundungsdaten zur Modellierung landwirtschaftlicher Prozesse beispielsweise Bodenwasserzustände oder Schädlingsbefall erkennen und dem Landwirt so bisher kaum verfügbare Erkenntnisse zur Beschaffenheit von Anbauflächen liefern. Die Landwirte sollen zudem die Möglichkeit erhalten, Fragen an die KI zu stellen und mit dieser zu interagieren. Beispielsweise könne die KI auf Basis der aktuell gemessenen Bodenfeuchte und der Pflanzenerkrankungen Handlungsanweisungen ausgeben und Auswirkungen von verschiedenen Szenarien darstellen, so Bosse.
Die (Trainings-)daten und KI-Dienste werden ihm zufolge dezentral auf Basis von Gaia-X, einer europäischen Cloud-Infrastruktur mit Datensouveränität, zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus werde ein dezentrales, verteilt lernendes KI-System etabliert, wobei die Daten lokal bei den Landwirten gespeichert seien. Die Bauern könnten die KI-Modelle austauschen und an die NaLamKI-Plattform übertragen, um so die Algorithmen kontinuierlich zu verbessern. 

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