Am von Tabea Rinklake

Bewirtschaftungsmethoden 

Milcherzeugung und Klimaschutz vereinbaren

Können Milchviehbetriebe Umweltschutzziele mit ausreichend hoher Produktionsleistung verknüpfen? Das hat eine Studie der Uni Kiel untersucht.

Kann es gelingen, Umweltschutzziele mit ausreichend hoher Produktionsleistung zu verknüpfen und so gleichermaßen Einkommen für die Betriebe wie Gemeinwohlleistungen zu gewährleisten? Mit dieser Frage beschäftigten sich Wissenschaftler der Abteilung Grünland und Futterbau/Ökologischer Landbau an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Auf dem Versuchsgut Lindhof an der Eckernförder Bucht entwickelte die Abteilung in den letzten Jahren Zukunftskonzepte der Landnutzung zur Milcherzeugung im Einklang mit den Schutzzielen Klimaschutz, Wasserschutz und Biodiversität. Diese Zukunftskonzepte stellten sie in einer Studie intensiveren Wirtschaftsweisen gegenüber. Das teilt die CAU mit.

Ökobilanz erstellt

Im Rahmen des EU-Projektes „Ressourceneffizienz und Managementoptimierungen in der Milchproduktion“ wurden vier Betriebe in Schleswig-Holstein für mindestens zwei Jahre wissenschaftlich begleitet. Die Forschenden haben auf den Feldschlägen die Erträge und Qualitäten der Grundfutterproduktion erfasst. Des Weiteren wurden die Stickstoffflüsse der Auswaschung mit dem Sickerwasser und gasförmige Verluste in die Atmosphäre gemessen. Darüber hinaus wurden die Herdenleistungen der Milchkühe und die zugekauften Mengen an Konzentratfutter (Getreide, Raps, Soja), Dünge- und Pflanzenschutzmitteln dokumentiert.
Mit diesen Daten erstellten die Wissenschaftler eine Ökobilanz. Diese berücksichtigt alle Emissionen, die während der Produktionskette entstehen. Dazu gehören auch vorgelagerte Prozesse wie beispielsweise der Energieverbrauch bei der Herstellung von zugekauften Kraftfutter- und Düngemitteln.
Die Emissionen werden relativ zur Produktivität dargestellt. In der Milchproduktion ist der Liter Milch (unter Berücksichtigung des Eiweiß- und Fettgehaltes) die Bezugsgröße. Die Umweltwirkungen wurden jeweils bis zum Hoftor berücksichtigt.

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