Am von Eva Piepenbrock

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Neue Agrarsysteme: kurz erklärt

Häufig sprechen Trendforscher und Start-ups von Neuen Agrarsystemen, die die Zukunft unserer Ernährung auf den Kopf stellen. f3 erklärt, welche Ideen, Forschungen und Produkte eigentlich hinter diesem Begriff stecken.

Häufig sprechen Trendforscher und Start-ups von Neuen Agrarsystemen, die die Zukunft unserer Ernährung auf den Kopf stellen. f3 erklärt, welche Ideen, Forschungen und Produkte eigentlich hinter diesem Begriff stecken.

In-vitro-Fleisch

Das im Reagenzglas gezüchtete „Fleisch“ stellt für einige Wissenschaftler die Hoffnung dar, den wachsenden Fleischhunger der Weltbevölkerung stillen zu können, ohne Tiere erst mit großem Ressourcenaufwand zu züchten und dann zu schlachten. Tatsächlich investieren (auch deutsche) Unternehmen bereits Millionen von Dollar in Start-ups in Israel, Amerika und den Niederlanden, um diese Vision weiterzuentwickeln. Eins der Unternehmen will künstliches Fleisch bis 2021 zur Marktreife bringen. Das zeigt, wie ernst es den Innovatoren mit dem Thema ist.

Fakt ist jedoch: Noch gibt es keine Möglichkeit der Massenproduktion. Die Herstellung verbraucht noch viel Energie. Des Weiteren kommt die Forschung nicht ohne tierische Bestandteile aus: Die Forscher benötigen fetales Kälberserum, damit die Muskelzellen im Labor wachsen. Bei der Entnahme des Serums sterben die Föten. Bislang hat nur ein einziges Start-up behauptet, ohne Kälberserum auszukommen. Auch wenn künstliches Fleisch den Massemarkt nicht zeitnah erobern wird, könnte es sich langfristig zu einer nennenswerten Produktnische entwickeln.

Insekten als Proteinquelle

Insekten sind proteinreich. (Bildquelle:  Dmitry/stock.adobe.com)

Insekten werden als alternative Proteinquelle relativ hoch gehandelt: Sie sind sehr proteinreich und verfügen über ein hohes Maß an Vitaminen, Mineralstoffen und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Ihre Aufzucht gilt als ressourcenschonend, tatsächlich gibt es...