Am von Anja Rüweling

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Nutzen, was übrig bleibt

Auf landwirtschaftlichen Betrieben und in der Lebensmittelbranche findet nicht immer alles Verwendung. Dass Reste als Rohstoffe und Abfälle als Antrieb für neue Geschäftsmodelle genutzt werden können, zeigen diese Start-ups.

Isolierverpackungen aus Stroh

Wenn es etwas gibt, das viele Landwirte auf ihren Betrieben produzieren, dann ist das Stroh. Dass Stroh isolierend ist und sich demnach als Verpackung für Lebensmittel-Produkte und den Online-Handel eignet, zeigt das Start-up "Landpack" aus dem bayrischen Alling. 2013 entwickelten Thomas und Patricia Eschenlohr die Isolierverpackung. Die Rohstoffe für die Landbox liefern Bauern aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck. Sie pressen und lagern das Stroh bis zur Nutzung. Dazu wird es mit Dampf und Hitze zu Quadraten geformt und mit einer kompostierbaren Folie überzogen. Mittlerweile gehören mehr als 500 Online-Händler und Lebensmittelhersteller zu den Kunden von Landpack. Das Gründerpaar stellt die Landbox auch aus Hanf her.

Für einen umweltfreundlicheren Versand von Produkten hat das Start-up "Landpack" eine Isolierung aus Stroh entwickelt. (Bildquelle: Landpack)

Bioabfälle für Larven, Larven als Tierfutter

Das britische Start-up "Entocycle" schlägt buchstäblich zwei Fliegen mit einer Klappe. In London züchtet Gründer Keiran Whitaker die Larven der Soldatenfliege. Sie fressen auf großen Blechen Bioabfälle wie Kaffeereste, übrig gebliebenes Obst und Gemüse aus Supermärkten und Cafés oder Reste aus Brauereien. Haben sich die Larven...


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