Am von Birgit Waterloh

Roboter im Stall

Roboter zur Tierbetreuung 

Auf dem Lehr- und Forschungsgut Ruthe bei Hannover fährt ein Roboter durch den Hähnchenstall und kontrolliert dabei die Tiere und ihre Umgebung. Untersucht wird, inwieweit der Landwirt bei der Tierbetreuung unterstützt werden kann.

Dieser Beitrag erschien zuerst im Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben. 
Hören, sehen, riechen, anfassen und fühlen, während des Stalldurchgangs sollte der Geflügelhalter alle Sinne einsetzen. Kann eine Maschine das besser? Wohl kaum, jedoch kann so ein Apparat mithilfe einer Vielzahl von Sensoren umfangreich und kontinuierlich Daten erheben. So wird der Mensch rasch und konkret auf Fehlentwicklungen aufmerksam gemacht. Farmer-Assistenz-System (FAS) heißt das an einer Schiene aufgehängte Gerät, das kontinuierlich im Stall auf Ruthe seine Runden dreht.

Daten jederzeit einsehbar

Das „Farmer-Assistenz-System“ (FAS) fährt an Führungsschienen unter der Decke durch den Stall.  (Bildquelle: Waterloh)

„Es geht darum, eine praktisch lückenlose Überwachung und Beobachtung des Tierbestandes zu ermöglichen, um den Landwirt schnell und zielgerichtet über Luftqualität und Ventilation sowie das Verhalten seiner Herde im Stall zu informieren“, sagt Projektleiter Prof. Ottmar Distl. Ersetzen, darauf weist er ausdrücklich hin, kann und soll das FAS den Landwirt nicht. Die Vorteile hingegen liegen für Distl klar auf der Hand: Stallklima und Tierdaten sind schnell und effizient jederzeit auf dem PC und Smartphone abrufbar. Idealerweise weiß der Landwirt so schon vor dem Stalldurchgang, wo Probleme wie beispielsweise tote Tiere oder stark verkotete Bereiche in der Einstreu lauern und er genauer hinsehen muss.
Es geht darum, eine praktisch lückenlose Überwachung und Beobachtung des Tierbestandes zu ermöglichen, um den Landwirt schnell und zielgerichtet über Luftqualität und Ventilation sowie das Verhalten seiner Herde im Stall zu informieren. 
Prof. Ottmar Distl 
Das vom Bundesministerium geförderte Modell- und Demonstrationsvorhaben (MuD) soll insbesondere die Schnittstelle Mensch-Tier und die Digitalisierung unter die Lupe nehmen. Die Forscher wollen herausfinden, wo es Limitierungen gibt, erläutert Distl, der Direktor am Institut für Tierzucht und Vererbungsforschung an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover ist.
Sobald sich das FAS in Bewegung setzt, werden über spezielle Sensoren Klimadaten wie Stalltemperatur, Luftfeuchte, Luftbewegung, CO2 und der Ammoniakgehalt erfasst. Der gesamte Stall ist dabei in ein Koordinatensystem unterteilt, so dass eine genaue örtliche Zuordnung der gemessenen Daten möglich ist.

Vorteil: viele...


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