Am von Henning Dicks

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Schweinemast mal anders

Der Münsterländer Rainer Ahmann übernahm den elterlichen Betrieb mit Schweinemast und Ackerbau schon in jungen Jahren. Er möchte ihn nun für die Zukunft aufstellen. Dafür betritt er mit seinen Schweinen auch unkonventionelle Wege.

„Fest eingebunden in meinen Hof war ich schon zum Abschluss meiner Schulzeit. Damals erlitt mein Vater einen Unfall und konnte nicht mehr mit anpacken. Von da an war ich gefragt. Von dem Betrieb mit 800 Mastschweinen und 80 ha Ackerbau konnten wir immer gut leben. Aber jetzt, da meine Frau und ich selbst kleine Kinder haben, möchte ich meinen Hof auch zukunftsorientiert aufstellen.

Rainer Ahmann, 43 Jahre aus Billerbeck in Nordrhein-Westfalen. (Bildquelle: Dicks)

Das Problem mit meinen Schweineställen ist vor allem eins: Sie sind alt. Hinzu kommt ein gesellschaftlicher Trend, den ich nicht abwehren kann, sondern als Chance sehen möchte: Die Debatte ums Tierwohl.

Eine Nische ist gefragt

Für meinen Hof suchte ich etwas, das diesen Wandel befriedigen kann. Aktuell würde ich mich schon als Vorreiter bezeichnen. Ich baue derzeit einen Schweinemaststall mit 1100 Plätzen nach dem Prinzip „Pigport“. Bei diesem in Süddeutschland entwickelten Stallbausystem gibt es einen Auslauf, große Liegeflächen und Stroheinstreu. Schon seit ein paar Jahren bin ich gepackt von dieser Idee. Mit dem Konzept möchte ich das Familieneinkommen langfristig durch eine höhere Wertschöpfung sichern. Dies stieß anfangs noch auf...