Am von Anja Rüweling

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Urban, Indoor und Vertical Farming: eine Übersicht

Die Stadtbevölkerung nimmt weltweit zu. Auch die Deutschen zieht es in Ballungsgebiete. Beim Urban, Indoor oder Vertical Farming werden Lebensmittel nahe am Verbraucher angebaut: im Supermarkt, im Restaurant oder in der eignen Küche. Die Ansätze der Start-ups sind verschieden.

NeoFarms aus Hannover

NeoFarms entwickelt Indoor-Gewächsschränke für zuhause. (Bildquelle: NeoFarms)

Die Gründer von neoFarms wollen Lebensmittel dort anbauen, wo sie verarbeitet werden: in der eigenen Küche. Deshalb entwickelten Henrik Jobczyk und Maximilian Richter einen nach eigenen Angaben vollautomatisierten Indoor-Gewächsschrank für den ernährungsbewussten Großstädter, der unabhängig von Wohnfläche und Vorwissen Gemüse, Obst, Kräuter oder Salat anbauen möchte.

Für die Entwicklung ihres Mini-Gewächshauses griffen die Gründer auf eine NASA-Technologie, auf die Aeroponik, zurück. Beim Aeroponik-Verfahren stehen die Pflanzen nicht in der Erde, sondern hängen in einer Neopren-Halterung. Dort werden sie automatisiert mit Wasser und Nährstoffen bedampft.

Der Biotechnologe Henrik wollte mit dem Aeroponik-System Vertical Farming und Urban Garding miteinander vereinen. Dafür gründete er im Juni 2016 zusammen mit Industriedesigner Maximilian das Unternehmen. Zweieinhalb Jahre und drei Prototypen später möchten die Gründer jetzt ihre erste Kleinserie auf den Markt bringen.

Infarm aus Berlin

Die Gewächsschränke von infarm stehen bereits in vielen Supermärkten. (Bildquelle: infarm)

Auch das Start-up infarm verkauft Indoor-Gewächshäuser. Das Berliner Unternehmen richtet sein Angebot an Gastronomen und Restaurants. Die Gründer möchten den Endverbraucher darüber hinaus über die Supermärkte erreichen, an die sie ihre Gewächsschränke vermieten. Die Brüder Guy und Erez Galonska und Osnat Michaeli gründeten infarm im Jahr 2013.

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