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Wegen Corona: Kartoffeln & Co. für bedürftige Menschen

Gleiches Problem – andere Auswirkung: Die Kartoffelbauern Maria und Berthold Berkenheide sitzen auf Kartoffeln, die sie wegen der Corona-Pandemie nicht an die Gastronomie vermarkten können. Auf dem vom Tourismus abhängigen und daher gebeutelten Mallorca erleben aus dem gleichen Grund Lebensmitteltafeln einen Run. Das Start-up „SPRK“ vermittelt und sucht Landwirte, die Ware abzugeben haben.

„Als Direktvermarkter wollen wir unseren Kunden ganzjährig unsere eigenen Kartoffeln anbieten. Das heißt auch, dass man in manchen Jahren eher zu viele Kartoffeln hat“, sagt Maria Berkenheide aus Greven im Münsterland. In diesem Jahr seien zudem durch die Coronapandemie wichtige Abnehmer aus der Gastronomie weggebrochen. Die Kartoffelbauern warten auf den Logistiker, der etwa 20t Kartoffeln abholen und nach Mallorca verschiffen soll. Dort sind aufgrund der coronabedingten Schließungen von Hotels und Gastronomie derzeit mehr Menschen als sonst von Lebensmittelspenden abhängig. Die Organisation „Hope Mallorca“ hat eine Art Tafel aufgebaut und verteilt die Lebensmittel vor Ort weiter. Wie kommt ein westfälischer Landwirt dazu, seine restlichen Kartoffeln nach Mallorca zu schicken?

Maria und Berthold Berkenheide wohnen im Münsterland und bauen unter anderem Kartoffeln an.  (Bildquelle: Hufelschulte)

Über ihre Tochter Maren sind die Landwirte zufällig auf das Start-up „SPRK“ aus Berlin gestoßen, das sich auf die Umverteilung von überschüssigen Lebensmitteln spezialisiert hat. „Es tut uns in der Seele weh, wenn gute Speisekartoffeln als Futter oder in der Biogasanlage verwertet werden müssen“, sagt Berthold Berkenheide. Daher gefiel ihnen die Idee, die Überschüsse einmalig auf anderem Wege zu verteilen. „Bei diesem Kontakt geht es für uns nicht...


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