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Flaschenpost, InnovoPro & Co: Es ist wieder Geld geflossen free

Das Start-up aus Münster sorgte für Schlagzeilen: Der Lebensmittelkonzern Dr. Oetker will "Flaschenpost" übernehmen. (Foto: Flaschenpost)

Gründer und Gründerinnen aus dem Food- und Beverage-Bereich sammelten kürzlich Kapital ein. Das Münsteraner Start-up „Flaschenpost“ soll für mehr als eine Milliarde Euro an den Lebensmittelkonzern Dr. Oetker gehen.

In den vergangenen Tagen machte in Deutschland insbesondere eine Meldung Schlagzeilen: Für mehr als eine Milliarde Euro soll der Dr. Oetker-Konzern das Start-up „Flaschenpost“ aus Münster gekauft haben. Bislang ist der Kaufpreis noch nicht bestätigt. 2014 gründete Dieter Büchl den Getränke-Bringdienst mit eigenem Lager und Fahrerflotte in Münster. Nach einer Pause stellte sich das Unternehmen 2016 neu auf. Mittlerweile ist Flaschenpost an 22 Standorten in Deutschland aktiv und beschäftigt mehr als 400 Mitarbeiter. Der Bielefelder Lebensmittelkonzern Dr. Oetker hatte mit der Tochterfirma „Durstexpress“ in Berlin zunächst einen eigenen Getränke-Bringdienst aufgebaut.

Flaschenpost startete in Münster gleich zweimal: 2014 und 2016 erneut. (Foto: Flaschenpost)

Nun soll Flaschenpost mit Durstexpress zusammengeführt werden. Die Kartellbehörden müssen dem Geschäft noch zustimmen. Freuen werden sich vor allem die bisherigen Anteilseigner von Flaschenpost. Wie Deutsche-Startups berichtete, fließen rund 170 Mio. € an den Finanzinvestor Tiger Global, der zuletzt etwa 17 % an Flaschenpost hielt. Ebenso investierten der Berliner Kapitalgeber Cherry Ventures (15 %), Vorwerk Ventures, die Unternehmerfamilie Dos Santos (12%) und Hedosophia (8%) sowie verschiedene Business Angel in das Start-up.

18 Mio. Dollar für „InnovoPro“

Auch das israelische Start-up „InnovoPro“ konnte kürzlich in einer zweiten Finanzierungsrunde 18 Mio. US-$ einsammeln. Teil der neuen Investmentrunde war der Rabo Food & Agri Innovation Fund, der zur Rabobank-Investitionssparte Rabo Corporate Investments gehört. Wie vegconomist berichtete, wurde die neue Finanzierungsrunde von Jerusalem Venture Partners (JVP), Israels führendem VC-Fonds, angeführt. InnovoPro wurde 2015 von Ascher Shmulewitz in der Nähe von Tel Aviv gegründet und wird seither von Taly Nechushtan geführt.

Wir werden Optionen für die Zusammenarbeit bei der Produktion unserer Proteine und zukünftigen Produkte in der EU erkunden.

Taly Nechushtan

Das Unternehmen entwickelt ein spezielles Extraktionsverfahren zur Gewinnung von Kichererbsenproteinen. Das gewonnene Eiweiß-Konzentrat soll für die Herstellung von Yoghurts, Eis oder Burger auf Pflanzenbasis genutzt werden. “Als Teil unserer Strategie für nachhaltiges Wachstum werden wir die zusätzlichen Mittel auch dazu verwenden, Optionen für die Zusammenarbeit bei der Produktion unserer Proteine und zukünftigen Produkte in der EU zu erkunden, um unsere Lieferkettenkapazitäten in der EU zu erweitern”, sagte Taly Nechushtan.

SPRK schließt siebenstellige Seed-Finanzierung ab

Das Berliner Start-up „SPRK.global“ hat in einer Seed-Finanzierungsrunde einen siebenstelligen Betrag von internationalen Investoren einsammeln können. „SPRK“ hat eine Technologie unter Verwendung von KI entwickelt, um Lebensmittelverschwendung über die gesamte Lieferkette zu reduzieren. Über eine Plattform sollen genießbare, aber überschüssige Lebensmittel zeitnah umverteilt werden. Zu den Investoren gehören unter anderen die Toniebox/Boxine-Gründer Marcus Stahl und Patric Fassbender und das Haas Family Office in Österreich.

Das frische Kapital möchte SPRK in erster Linie zur Weiterentwicklung der Distributionsplattform mit zunehmender Automatisierung und unter Verwendung von künstlicher Intelligenz nutzen. Außerdem soll die Infrastruktur erweitert und Logistik und das Team vergrößert werden. Das im März 2020 gegründete Start-up orientiert sich mit seinem Ansatz eng an den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs).

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