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Fleisch aus Zellkulturen: Wiesenhof beteiligt sich an zwei Start-ups free

Das niedersächsische Familienunternehmen Wiesenhof will in Deutschland zukünftig Burger mit Fleisch aus dem Reagenzglas vertreiben. Foto: Dmytro Sukharecskyi/stock.adobe.com

Der niedersächsische Geflügelproduzent Wiesenhof geht eine Partnerschaft mit einem weiteren Food- und Biotechnologie-Start-up ein. Bereits Anfang des Jahres kam es zu einer Kooperation mit Beyond Meat. Das kalifornische Unternehmen forscht an der Herstellung von so genanntem „clean meat“. Nun investiert das Familienunternehmen erneut: In ein israelisches Biotech-Unterehmen mit dem Namen SuperMeat.

Künstlich erzeugtes Hühnerfleisch herstellen – das hat sich das israelische Biotech- und Food-Tech-Startup SuperMeat auf die Unternehmensfahne geschrieben. Nun ist es dem in Tel Aviv ansässigen Start-up gelungen, drei Mio. US-Dollar Venture Capital zu generieren und eine strategische Partnerschaft mit der PHW-Gruppe, zu der auch Wiesenhof gehört, als Investor an Land zu ziehen.

Ungewöhnliche Partnerschaft

Bereits Anfang des Jahres ging das niedersächsische Familienunternehmen Wiesenhof eine Partnerschaft mit dem kalifornischen Start-up Beyond Meat ein. Das Start-up ersetzt tierisches durch pflanzliches Protein und hat sich zum Ziel gesetzt, Fleischersatzprodukte auf pflanzlicher Basis herzustellen. Bisher ist der pflanzenbasierte Burger an den Fleischtheken des amerikanischen Einzelhandels erhältlich. Mit einem deutschen Vertriebspartner an seiner Seite will sich das Jungunternehmen auch auf dem europäischen Markt etablieren, heißt es in einer Meldung der PHW-Gruppe.

Wir gehen diese vermeintlich ungewöhnliche Partnerschaft ganz bewusst ein, weil wir an Wachstum durch Vielfalt glauben.

Peter Wesjohann, Vorstandsvorsitzender der PHW-Gruppe

„Wir haben uns in den vergangenen Monaten intensiv mit der Auswahl eines strategischen Partners für unsere internationale Expansion beschäftigt. Vor allem die spezifische Erfahrung in der Produktion und Entwicklung von Convenience- sowie veganen Produkten hat uns begeistert“, erklärte Ethan Brown, Gründer  von Beyond Meat.

Im ersten Schritt wird das niedersächsische Unternehmen den Burger in Deutschland vertreiben. „Wir gehen diese vermeintlich ungewöhnliche Partnerschaft ganz bewusst ein, weil wir an Wachstum durch Vielfalt glauben. Unsere Aufgabe als Lebensmittelhersteller ist es, für den Verbraucher möglichst viele verschiedene Angebote zu schaffen: So bieten wir dem Verbraucher eine breite, proteinreiche Produktpalette von konventionell erzeugtem Geflügelfleisch über Privathof-Geflügel bis hin zu einem veganen Sortiment an“, sagt Peter Wesjohann, Vorstandsvorsitzender der PHW-Gruppe.

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