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Fleischkonzerne wollen teilhaben am Veggie-Trend free

Auch Danish Crown und Smithfield Foods wollen Kunden künftig pflanzliche Alternativen zu Fleischprodukten bieten. (Foto: stock.adobe/ master1305)

Die nächsten Fleischkonzerne wollen am Fleischersatz-Trend teilhaben: Danish Crown entwickelt einen Pflanzen-Burger. Smithfield Foods gleich eine ganze Linie vegetarischer Fleischbällchen, Burger und Würste.

Hersteller und Einzelhändler rennen mit vegetarischen Burgern offenbar bei vielen Verbrauchern offene Türen ein. Das prägt auch die Strategie großer Fleischunternehmen. Nachdem sich bereits die Wiesenhof-Mutter PHW einen Namen in Sachen alternative Investitionen gemacht hat, wollen nun auch die Fleischkonzerne Danish Crown (Dänemark) und Smithfield Foods (USA) mit eigenen pflanzlichen Produkten in den Markt einsteigen.

Finn Klostermann, Danish Crowns (Foto: Morten Fauerby/ Montgomery)

„Megatrend Veggie-Burger“

Der Geschäftsführer von Danish Crown Beef, Finn Klostermann, kündigte am Dienstag vergangener Woche an, dass der dänische Konzern noch in diesem Jahr einen pflanzlichen Burger mit besonderen Nachhaltigkeitskriterien in die Läden bringen werde. Man wolle am „Megatrend“ Veggie-Burger partizipieren.

Ausschließlich heimische Zutaten

Grundzutaten des Burgers werden laut Klostermann Erbsen und Rote Beete sein. Auf den Einsatz importierter Eiweißträger wie Soja werde man bewusst verzichten, um den Kunden ein Erzeugnis anbieten zu können, das vollständig aus heimischen Zutaten hergestellt werde, so der Geschäftsführer von DC Beef.

Ihm zufolge plant der Konzern dabei kein perfektes Imitat von Fleisch. Ziel soll vielmehr sein, den Kunden eine wohlschmeckende Alternative zum herkömmlichen Burger anzubieten. Klostermann sieht das neue Produkt daher nicht als Konkurrenz zum eigenen Fleischsortiment. Man will stattdessen dem Verbraucher entgegenkommen, die vermehrt weniger, dafür aber hochwertigeres Fleisch verzehrten.

Smithfield Foods mit Veggie-Linie

Auch Smithfield Foods teilte in der vergangenen Woche mit, amerikanischen Kunden ab Mitte September unter der Marke „Pure Farmland“ ein rein pflanzliches Proteinportfolio anzubieten.

Die neue Produktlinie umfasst eine Reihe von Erzeugnissen wie Burger, Frikadellen, Fleischbällchen oder Würste. Die in den USA produzierten Produkte würden mit natürlichen Aromen hergestellt und sollen gluten- sowie milchfrei sein.

Neben Start-ups wie „Beyond Meat“ oder „Impossible Foods“ steigen in den USA auch immer mehr etablierte Fleischproduzenten wie Tyson Foods, Maple Leaf Foods oder Perdue Farms in den Markt mit Fleischersatzprodukten ein.

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