Am

Leguminosen

Erbsenprotein für Ersatzprodukte

Erbsen werden als Rohstoff für Fleisch- und Milchalternativen beliebter. Wissenschaftler der FH Soest haben sich bei Start-ups und Unternehmen umgehört. 

Der Fachbereich Agrarwirtschaft der Fachhochschule Soest hat sich mit Unternehmen und Start-ups beschäftigt, die Erbsenproteinisolate für die Produktion von Fleisch- und Milchalternativen  einsetzten. Besonders bei den Lieferketten gibt es noch Potenzial. 

Erbsen: Gern genutzte Alternative

Die Zahl an Herstellern von Milch- und Fleischersatzprodukten mit und aus Erbsenprotein wächst. Für den Einsatz von Erbsen im Gegensatz zu anderen Leguminosen spricht, dass technische Verfahren für eine hohe Proteinausbeute vorhanden sind. Zudem lassen sich Erbsenkörner gut in Bestandteile (Protein, Faser, Stärke) verarbeiten, die Deklaration ist einfacher und ihr Geschmack wird bevorzugt. Unternehmen, die diese Vorteile nutzen sind beispielsweise die Rügenwalder Mühle, Amidori, Beyond Meat, Vly Foods und Princess of the Pea. Diese setzte zwischen 2 und 24 % Erbsenproteinisolat in ihren Ersatzprodukten ein. 

Herkunft des Rohstoffes

Über die Lieferketten der Erbsen herrschte in den Befragungen der Wissenschaftler hingegen eher Schweigen.„Die Unternehmen geben kaum Auskunft über ihre Lieferbeziehungen, auf Seiten der  Landwirtinnen und Landwirte  sind  Geheimhaltungsvereinbarungen  über die Vertragsinhalte scheinbar üblich“,  schreibt das Team um Bruno Kezeya. Vorrangig vermuten sie dennoch Europa als Ursprungsort. Hier gibt es  Verarbeitungsanlagen von den Unternehmen Roquette ( Frankreich  Niederlanden),  Cosucra  (Belgien  Dänemark)  sowie  Emslandstärke (Deutschland).  Aber auch aus Kanada, Indien und China stammt ein Teil der Rohware.  

Die „Beyond Meat“ Pattys und weitere Fleischalternativen sind in aller Munde. Wissenschaftler des Fachbereichs Agrarwirtschaft in Soest haben nun abgeschätzt, wie sich der Futtererbsenanbau in...

In  regionalen Liebesbeziehungen sehen die Wissenschaftler ein Potenzial für verschiedene Akteure: Die Unternehmen könnten den Bezug stärker im Marketing nutzen und so beim Verkauf profitieren. Die Landwirte als Lieferanten hingegen, hätten wertschaffendere Veredlungswege für die Erbsen als die Verwendung im Tierfutter. Das könnte Anreize schaffen, vermehrt auf den Erbsenanbau zu setzten und leistet einen Beitrag zu weiteren, diversifizierteren Fruchtfolgen im Ackerbau. 
Die vollständige Publikation gibt es hier. 


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